Özlem Gezer, SPIEGEL-Redakteurin, über ihre Arbeitsweise

Die SPIEGEL-Markenkampagne


Mehr als 40 Jahre lang hat der SPIEGEL mit dem Satz "SPIEGEL-Leser wissen mehr" für sich geworben. Heute kommt es weniger als früher darauf an, mehr zu wissen. Die Leser wollen vielmehr wissen, was all die Daten und Fakten bedeuten.

Der SPIEGEL hat deshalb eine neue Markenbotschaft: "Keine Angst vor der Wahrheit". Im Januar 2015 ist die neue SPIEGEL-Dachmarken- und Imagekampagne mit dem Ziel gestartet Anspruch, Haltung und Qualität der gesamten Marke SPIEGEL abzubilden.

Zu den einzelnen Motiven:


Der SPIEGEL-Imagefilm

Neben den einzelnen Kampagnenmotiven für die Print-, Online-, Fernseh-, Radio- und Plakatwerbung gibt es auch einen die Kampagne begleitenden Imagefilm.



"Der SPIEGEL hat die Wahrheit nicht für sich gepachtet. Aber er sucht danach." - Klaus Brinkbäumer, SPIEGEL-Chefredakteur in der Titelbildredaktion mit Fotoredakteur Gershom Schwalfenberg

Dank seiner großen, hochqualifizierten Redaktion veröffentlicht der SPIEGEL – anders als die meisten Tageszeitungen und weniger aufwendig arbeitende Zeitschriften – fast ausschließlich selbstrecherchierte, exklusive Beiträge.

Nicht zuletzt dieser Tatsache ist auch zuzuschreiben, dass der SPIEGEL nicht nur das meistzitierte deutsche Medium ist, sondern auch eine relevante Informationsquelle für Journalisten.

"Nachrichten wiederzugeben reicht uns nicht. Wir wählen aus, erklären, ordnen ein. 24 Stunden am Tag." - Barbara Hans, stellvertretende Chefredakteurin von SPIEGEL ONLINE, koordiniert 160 Redakteure weltweit

Am 25. Oktober 1994 taucht ein neues Informationsangebot im Internet auf – DER SPIEGEL geht online und kommt damit „Time“ als weltweit erstes Nachrichten-Magazin im World Wide Web einen Tag zuvor.

Schnell, aktuell, präzise, hintergründig und unterhaltsam – das zeichnet die führende Nachrichten-Site im deutschsprachigen Internet aus.
Rund um die Uhr liefert das rund 160-köpfige, mit vielen Journalistenpreisen ausgezeichnete Redaktionsteam Nachrichten, Analysen, Interviews, Reportagen, Kommentare, Videos und Fotos auf allen digitalen Kanälen.

"Auch wenn es wehtut: hingucken. Und auch wenn es mühsam ist: aufschreiben." - Maria Gresz, seit 27 Jahren Moderatorin und Redakteurin bei SPIEGEL TV

Seit 1988 auf Sendung und mit mehrfach ausgezeichneten Produktionen hat SPIEGEL TV Maßstäbe für den deutschen TV-Journalismus gesetzt.

Als das SPIEGEL TV MAGAZIN vor 27 Jahren an den Start ging, war die Sendung etwas völlig Neues in der deutschen Fernsehlandschaft. Bis heute steht das MAGAZIN für schnelles Reagieren auf aktuelle Ereignisse sowie für sorgfältig recherchierte, investigative Hintergrundgeschichten.

"Die Kriminellen haben Aleppo verlassen. Sie leben zu gern." - Christoph Reuter, SPIEGEL-Reporter, monatelang einer der letzten westlichen Journalisten in Syrien

Christoph Reuter gehörte zwischenzeitlich zu den letzten westlichen Journalisten, die direkt aus Syrien berichteten. Das größte Risiko waren dabei nicht die Bomben, sondern gezielte Entführungen durch die Terroristen des "Islamischen Staates" oder durch andere Kriminelle, die auf Lösegeld hoffen.

"Diese Gefahr", sagt Reuter, "macht jede Reise ins Kampfgebiet zu einer Expedition, die man über Wochen planen muss: Welche Gruppen operieren wo? Wer wird eingeweiht, wer unbedingt gemieden? Was ist schiefgelaufen, wenn Kollegen entführt werden konnten?"



"Wenn wir dich auf der Straße sehen, schneiden wir dir die Kehle durch." - Aus einem Leserbrief an SPIEGEL-ONLINE-Reporter Hasnain Kazim

Hasnain Kazim berichtet für SPIEGEL ONLINE unter anderem aus den islamischen Ländern der Welt. Vor allem nach dem Grubenunglück 2014 im türkischen Soma – noch stärker aber seit dem Aufkommen der Pegida-Bewegung – wird der Sohn indischpakistanischer Einwanderer von Lesern mit Hassmails regelrecht attackiert.

Das in der Kampagne verwendete Zitat erhielt er, nachdem er in Soma einen aufgebrachten Bergarbeiter mit dem Satz "Scher Dich zum Teufel, Erdogan!" zitiert hatte, weil der Premierminister geäußert hatte, solche Unglücke seien üblich. Dass der Satz nicht von ihm stammte, interessierte niemanden, weder regierungsnahe noch regierungskritische Kreise.


"Herr Walser, glauben Sie an ein Leben nach dem Tod?" – "Immer wenn ich darüber nachdenke, lande ich bei der Gewissheit, dass meine Hosenträger unsterblich sind." Der Schriftsteller Martin Walser im Gespräch mit Volker Hage und Susanne Beyer, SPIEGEL-Redakteure

Das Zitat von Martin Walser stammt aus einem SPIEGEL-Gespräch über seinen Glauben. Der Schriftsteller spricht darin über die energiespendende Kraft der Sünde und die Torheit der Atheisten. Martin Walser hat sich schon häufig im SPIEGEL geäußert. So wurden bislang sieben große Interviews mit ihm geführt; darüber hinaus hat Walser sich in 13 Essays zu Wort gemeldet – ob über den Bilderkrieg um die US-Politik im Irak oder den Umgang mit dem Holocaust. Sehr geschätzt hat er SPIEGEL-Gründer Rudolf Augstein, für den er einen Nachruf verfasste.

Das SPIEGEL-Kulturressort bietet immer wieder Schriftstellern und anderen Intellektuellen eine Plattform, um in einer Debatte Position zu beziehen.