„Die Kunst des SPIEGEL – Titel-Illustrationen aus fünf Jahrzehnten“
Das Titelbild ist die wöchentlich aktuelle Visitenkarte des SPIEGEL – es soll das spontane Interesse des unvorbereiteten Betrachters wecken und das Titelthema schnell erfassbar visualisieren. Illustrationen auf dem Titel des SPIEGEL haben eine lange Tradition. Die Ausstellung „Die Kunst des SPIEGEL“ präsentiert eine Auswahl der zwischen 1956 und 2004 für den SPIEGEL entstandenen Zeichnungen, Gemälde und Illustrationen neben den veröffentlichten Titeln, gibt einen Einblick in Stil-, Politik- sowie Zeitgeschichte und bietet die Möglichkeit, etwas über die Arbeitsweise der Illustratoren und der SPIEGEL-Titelredaktion zu erfahren.
Unter Zeitdruck und engen thematischen Vorgaben entwerfen die weltweit besten Illustratoren für den SPIEGEL immer wieder originelle Titelbilder. Einige von ihnen haben international Aufsehen erregt, so zum Beispiel „Die Bush-Krieger“ von Jean-Pierre Kunkel (SPIEGEL-Titel 8/2002), eine Persiflage auf die US-Administration kurz vor dem Irak-Krieg. Andere, wie „Zweifel an Freud“ (SPIEGEL-Titel 52/1984) von Michael M. Prechtl oder „Der göttliche Teufel“ (SPIEGEL-Titel 52/1996) von Ludvik Glazer-Naudé, sind als grafische Meisterstücke im öffentlichen Gedächtnis verankert.
Unter Zeitdruck und engen thematischen Vorgaben entwerfen die weltweit besten Illustratoren für den SPIEGEL immer wieder originelle Titelbilder. Einige von ihnen haben international Aufsehen erregt, so zum Beispiel „Die Bush-Krieger“ von Jean-Pierre Kunkel (SPIEGEL-Titel 8/2002), eine Persiflage auf die US-Administration kurz vor dem Irak-Krieg. Andere, wie „Zweifel an Freud“ (SPIEGEL-Titel 52/1984) von Michael M. Prechtl oder „Der göttliche Teufel“ (SPIEGEL-Titel 52/1996) von Ludvik Glazer-Naudé, sind als grafische Meisterstücke im öffentlichen Gedächtnis verankert.
Während Illustrationen in den USA hohes Ansehen genießen, gelten sie in Deutschland bestenfalls als Gebrauchsgrafik, die einmalig veröffentlicht wird, keinesfalls jedoch als Kunst. Die Ausstellung „Die Kunst des SPIEGEL“ möchte helfen, dies zu ändern. Sie erklärt die Illustration zur eigenen Kunstform und würdigt die Künstler hinter den Arbeiten. Zwischen Dezember 2004 und Dezember 2005 wurden in einer Ausstellungstournee über 200 Werke, zum Teil unveröffentlichte, von 60 Künstlern in namhaften Museen und Galerien in sieben deutschen Städten sowie in Basel und New York ausgestellt. Im Frühjahr 2007 gastierte „Die Kunst des SPIEGEL“ im Bonner Haus der Geschichte, für Dezember war eine Ausstellung im renommierten „Doulun-Museum“ in Shanghai vorgesehen. Eine Woche vor der Eröffnung sagte das Museum jedoch ab und begründete diese Entscheidung mit der „Eiszeit“ in den deutsch-chinesischen Beziehungen. Hintergrund: Die chinesische Regierung nahm es Kanzlerin Angela Merkel übel, sich im September 2007 mit dem Dalai Lama getroffen zu haben. DER SPIEGEL sagte daraufhin auch weitere, mit dem Goethe-Institut geplante Termine in Shanghai ab.
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