manager magazin 7/2017: Porsche plant mit Elektroanteil von 50 Prozent schon in sechs Jahren

Vorstandschef Oliver Blume will Neuauflage des Bestsellers Macan nur noch elektrisch anbieten / Produktion im Stammwerk Zuffenhausen

Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche will schneller auf Elektro umsteigen als alle anderen deutschen Autohersteller. Schon 2023 könnte jeder zweite verkaufte Porsche einen Elektroantrieb haben, berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 23. Juni). Als erstes Elektromodell wird die Tochter des Volkswagen-Konzerns 2019 den Sportwagen Mission E auf den Markt bringen. Ein oder zwei Jahre später werde ein batteriegetriebenes SUV-Coupé folgen, heißt es im Unternehmen. Wahrscheinlich schon 2022 komme dann Porsches Bestseller Macan neu auf den Markt. Unternehmenschef Oliver Blume wolle die neue Generation dieses Modells nur noch elektrisch anbieten, berichten Vorstandskreise.

Porsche hat für den Mission E und den folgenden SUV-Ableger im Zuffenhausener Stammwerk nach Informationen des manager magazins eine Kapazität von 60 000 Autos pro Jahr eingeplant. Der Macan wurde im vergangenen Jahr mehr als 95 000 mal verkauft. Ließe sich diese Zahl auch mit einem Elektromodell halten, wären die 50 Prozent Stromanteil für Porsche deutlich früher erreichbar als für andere europäische Hersteller, heißt es in Stuttgart.

Blume wolle auch früher als bislang bekannt keine Dieselmotoren mehr anbieten, berichtet das manager magazin weiter. In den USA werde das Unternehmen gar keine Modelle mit Dieselmotoren mehr verkaufen. Porsche hatte die Antriebe in den USA Ende 2015 gestoppt. Die Behörden hatten Abgasmanipulationen bei den von Audi bezogenen Motoren entdeckt.


Autor: Michael Freitag
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Hamburg, 22. Juni 2017

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