manager magazin: Deutsche Bahn: Zweifel an Milliarden-Ersparnis

Gutachten widerlegt offizielle Zwischenbilanz der Bahn-Reform

Die Gründung der Deutschen Bahn AG vor zehn Jahren hat die Steuerzahler möglicherweise weniger entlastet als offiziell behauptet. Das belegt ein aktuelles Gutachten, berichtet das manager magazin in seiner Februar-Ausgabe (Erscheinungstermin: 23. Januar 2004). Der Autor der Gutachtens, der renommierte Verkehrsexperte Gottfried Ilgmann, wird seine Gegenrechnung am 29. März dem Verkehrsausschuss des Bundestags vortragen.

Bahn-Chef Hartmut Mehdorn zufolge hat die Deutsche Bahn seit 1994 rund 44 Milliarden Euro weniger staatliche Gelder benötigt, als damals angenommen worden war. Gutachter Ilgmann sieht in der Rechnung der Bahn „schwere handwerkliche Fehler“. So sei es fälschlicherweise als Ersparnis für die Steuerzahler gewertet worden, dass der Bund die Altschulden der Bahn nicht wie geplant getilgt habe. Ilgmanns Gegenrechnung kommt zu dem Schluss, dass die Bahn-Reform den Fiskus mit mindestens 17 Milliarden Euro mehr belastet hat als ursprünglich geplant.

Autor: Michael Machatschke
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Hamburg, 22. Januar 2004

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