SPIEGEL GESCHICHTE: "Die Nachkriegszeit – Als Deutschland sich neu erfand"

Aktuelle Ausgabe 1/2018 ab Dienstag, 30. Januar, im Handel erhältlich

Hunger und Kälte, ungewisse Zukunft und ständige Existenzangst – die Nachkriegszeit war für viele Menschen eine Zeit des Übergangs, der tiefgreifenden Umbrüche. Millionen Menschen hatten Haus und Heimat verloren, mehr als zehn Millionen Flüchtlinge aus dem Osten strömten in das verkleinerte Deutschland. Die Menschen lebten in halbzerstörten Wohnungen, improvisierten Mäntel aus alten Uniformen und sammelten Bucheckern und Eicheln, um Suppe daraus zu kochen. Das Land war vom NS-Regime befreit, der Krieg zu Ende, aber was sollte nun werden?

Nur langsam wuchs aus den Trümmern neues politisches und kulturelles Leben. Das Land musste sich noch einmal neu erfinden: Unter dem Einfluss der Besatzungsmächte entstanden bis 1949 schrittweise zwei deutsche Staaten mit unterschiedlichen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Systemen.

Wie erlebten die Deutschen diese Zeit? Wie prägte die Präsenz der Alliierten den Alltag und wie nahmen sie Einfluss auf Politik und Gesellschaft? Gab es Trümmerfrauen wirklich? Wie problemlos verlief die Integration der Flüchtlinge und der heimgekehrten Soldaten? Und welche Weichen wurden in den ersten Friedensjahren für die weitere Entwicklung Deutschlands gestellt?
Das aktuelle Heft von SPIEGEL GESCHICHTE schildert in drei Kapiteln die Lebenswirklichkeit nach dem Krieg, vom Leben in den Trümmern über die Besatzungspolitik bis zu den Anfängen der beiden deutschen Staaten.

Eine Besonderheit dieser Ausgabe sind die zahlreichen Zeitzeugen, die ihre Erinnerungen exklusiv für SPIEGEL GESCHICHTE aufgeschrieben haben. Sie erzählen vom Überleben in den zerstörten Städten, von starken Frauen und sexueller Gewalt, von der Sehnsucht nach den vermissten Vätern und dem schwierigen Neuanfang nach der Flucht. Aber sie beschreiben auch ihre Freude über amerikanische Schokolade, die Begeisterung über Jazzmusik oder die Freiheiten zwischen den Ruinen. Ihre Beiträge machen deutlich, wie lebendig die Erinnerungen an die Nachkriegszeit im Bewusstsein vieler Menschen bis in die Gegenwart geblieben ist.


Hamburg, 30. Januar 2018

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