manager magazin 4/2018: A.T. Kearney greift in der Autoindustrie an

Ex-McKinsey-Partner Christian Malorny wird Weltautochef der Unternehmensberatung

A.T. Kearney (Weltumsatz: rund eine Milliarde Dollar) unternimmt einen neuen Anlauf, die Beratung für die Autoindustrie nach vorne zu bringen. Ab April leitet Christian Malorny (52) das globale Car-Business der Consultingfirma, berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstag: 23. März). Er verantwortet damit einen Umsatz von rund 300 Millionen Dollar. Malorny hat sich in seiner Zeit beim Branchenführer McKinsey einen exzellenten Ruf in der Szene erarbeitet. Dann schied er im Konflikt.

Zentraleuropa-Chef Martin Eisenhut (54) hatte Malorny geworben. Nach Informationen von mm unterstützt den Neuen der Ex-McKinsey-Mann Thomas Luk. Er soll das wichtige China-Geschäft verantworten.

Nachdem es zuvor an personeller Kontinuität gemangelt hat, will A.T. Kearney nun in der Autobranche, wie es intern heißt, "auf Angriffsmodus" schalten. Anfang September wechselte Malorny-Vorgänger Ralf Kalmbach (56), der mit großen Hoffnungen gestartet war, zum Konkurrenten Bain.

Malorny bekommt es an neuer Wirkungsstätte mit einem neuen Chef zu tun. Die rund 400 Partner wählten den US-Amerikaner Alex Liu zum neuen Managing Partner und Chairman. Liu, der im A.T.-Kearney-Büro in San Francisco arbeitet, tritt sein Amt offiziell Ende April an. Er löst den Niederländer Johan Aurik ab, der nach zwei Amtszeiten nicht wieder kandidieren durfte. Liu ist seit 1996 Partner, beriet in seiner bisherigen Laufbahn zuvorderst Großunternehmen in den Sparten Kommunikation, Medien und Technologie. Vor seiner A.T.-Kearney-Karriere war er unter anderem CEO eines Start-ups in Kalifornien.


Autor: Dietmar Student
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Hamburg, 22. März 2018

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