manager magazin 9/2017: Volvo prüft externen Einkauf von Verbrennermotoren

Schweden fragen trotz Elektro-PR bei Volkswagen und BMW an / Conti und Delphi prüften Fusion ihrer Motorensparten

Der schwedisch-chinesische Autobauer Volvo will mithilfe fremder Hersteller weiterhin Autos mit konventionellen Motoren anbieten. Das Unternehmen habe bei Volkswagen und BMW angefragt, ob man dort jeweils Verbrennermotoren kaufen könne, berichtet das manager magazin in seiner September-Ausgabe (Erscheinungstermin: 25. August).

Vor wenigen Wochen hatte Volvo den Eindruck erweckt, ab 2019 neue Modelle nur noch mit Elektromotoren anzubieten. „Über 100 Jahre nach der Erfindung des Verbrennungsmotors wird ein neues Kapitel in der Automobilgeschichte aufgeschlagen“, behauptete Volvo damals.

Die Diskussion um sauberere Motoren befeuert in der gesamten Branche Gedankenspiele über Allianzen. So hätten der deutsche Autozulieferer Continental und sein US-Pendant Delphi beispielsweise intensiv über die Zusammenlegung ihrer Sparten für Motortechnik (Powertrain) verhandelt, berichtet das manager magazin weiter. Das fusionierte Unternehmen hätte danach an die Börse gehen und eine dominante Rolle in dem Markt für Verbrennermotoren spielen sollen. Conti-Chef Elmar Degenhart (58) habe das Projekt aber schließlich wegen der vermeintlich zu hohen Komplexität und aus Furcht vor der Reaktion der Aktionäre abgeblasen. Delphi hat die Abspaltung inzwischen allein vorgenommen.


Autor: Michael Freitag
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Hamburg, 27. August 2017

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