manager magazin 4/2018: Margen von Aldi Süd brechen ein

Die Umsatzrendite des Discounters im Deutschland-Geschäft halbierte sich 2017, die Personalkosten stiegen überproportional

Das Geschäft von Aldi Süd auf dem deutschen Markt wirft immer schwächere Margen ab. Wie das manager magazin in seiner jüngsten Ausgabe berichtet (Erscheinungstermin: 23. März 2018), hat sich die Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern von 2016 auf 2017 auf 1,7 Prozent halbiert. Im traditionell umsatzstärksten Monat Dezember wies der Discounter eine negative Rendite von 2,87 Prozent aus, wie das manager magazin unter Berufung auf interne Unterlagen von Aldi Süd schreibt.

Der gesättigte deutsche Markt ist hart umkämpft, aber die Schwierigkeiten von Aldi Süd sind zu wesentlichen Teilen hausgemacht. Das Unternehmen leidet unter mangelndem Kostenbewusstsein und permanenten Managementwechseln. 2017 gab es neun Monate lang keinen offiziellen Deutschland-Chef. Die Mitgliederzahl des Verwaltungsrates, der sich für den Heimmarkt verantwortlich zeichnet, hat sich im Jahr 2017 von drei auf sechs verdoppelt.

Deutschland ist für Aldi Süd der wichtigste Markt weltweit. 43 400 Mitarbeiter erwirtschafteten 2017 mit 16,53 Milliarden Euro rund ein Drittel der globalen Bruttoerlöse. Die Personalkosten stiegen in den vergangenen zwei Jahren überproportional. Betrugen sie 2016 noch 8,34 Prozent vom Bruttoumsatz, schossen sie im Dezember 2017 auf 10,14 Prozent. Ein Grund dafür ist die steigende Komplexität durch die Ausweitung des Sortiments.


Autorin: Ursula Schwarzer
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Hamburg, 22. März 2018

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