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ACS-Chef Pérez stellt höhere Gewinne bei Hochtief in Aussicht

Der Hauptaktionär des Baukonzerns Hochtief, die spanische Infrastrukturgruppe ACS, plant, die Gewinne bei dem Essener Unternehmen deutlich zu steigern.

„Wir
wollen aus Hochtief eine rentablere Firma machen“, sagte ACS-Chef Florentino
Pérez in einem Interview mit dem manager magazin, das am Freitag (20. Mai 2011)
erscheint. „Ich glaube, dass all diejenigen, die bis jetzt nicht an uns
glauben, bald einen Hochtief-Konzern sehen, der sich prächtig entwickelt und
Wert für alle Aktionäre schafft“, so Pérez weiter.

ACS besitzt gut 43 Prozent der Hochtief-Anteile, strebt aber bis Jahresende die
Kapitalmehrheit an. Bereits vor einer Woche hatten die Spanier auf der
Hochtief-Hauptversammlung den Aufsichtsrat neu besetzt und damit faktisch die
Kontrolle über den deutschen Baukonzern übernommen.

Zur Integration der künftigen ACS-Tochter sagte Pérez, ACS wolle „vor allem die
Zusammenarbeit mit Hochtief im Industriebau vertiefen“. Dieser Bereich sei
inzwischen der wichtigste und profitabelste Geschäftszweig von ACS. „Darauf
müssen wir aufbauen.“ Deutschland sei als eines der größten Industrieländer der
Welt „ein sehr wichtiger Markt“.

Das durch die feindliche Übernahme in Deutschland entstandene Misstrauen
gegenüber dem künftigen Hauptaktionär ACS meint Pérez zerstreuen zu können.
„Ich glaube, die Geschichte von ACS zeigt, dass wir eine gewisse
Glaubwürdigkeit verdient haben.“ Er habe die Vision, die bedeutendste
Infrastrukturgruppe der Welt zu schaffen. „Diese Aufgabe möchten wir gemeinsam
mit den Arbeitnehmern, mit dem Management und mit den Gesellschaftern von
Hochtief angehen“, so Pérez, der zugleich Präsident des Fußballklubs Real
Madrid ist.

Autor: Thomas Werres
Telefon: 040 308005-41

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