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Aktionäre zeigen wenig Optimismus für krisengebeutelte Autobauer BMW und Daimler

Vertrauensverlust für Chefs deutscher Großbanken / manager-magazin-Umfrage unter privaten Aktionären Die Mehrheit der Privataktionäre in Deutschland geben BMW und Daimler in der Finanz- und Wirtschaftskrise schlechte Noten.

Das ist das Ergebnis einer
Umfrage unter Kleinaktionären, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid
exklusiv für manager magazin durchgeführt hat (Erscheinungstermin: 20. Februar
2009). Nur jeweils 13 Prozent der Befragten erwarten, dass unter den
börsennotierten deutschen Automobilunternehmen BMW und Daimler am besten durch
die Krise kommen. Etwa ein Drittel nannte den Sportwagenhersteller Porsche, 40
Prozent sehen die größten Chancen für Volkswagen.

Unter mangelnder Krisenresistenz leidet auch das Ansehen einiger Topmanager aus
der Finanzbranche. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann (61) trauen nur noch 39
Prozent der befragten Anleger zu, den Aktienkurs des Geldinstituts nachhaltig
zu steigern – ein Verlust von 11 Prozentpunkten. Ebenfalls 11 Punkte büßte
Commerzbank-Vormann Martin Blessing (45) ein, der damit auf den letzten Platz
im Vertrauensranking rutscht. Die Spitzenposition belegt weiterhin
Porsche-Cheflenker Wendelin Wiedeking (56), der allerdings ebenfalls an
Zuspruch der Aktionäre verlor (4 Prozentpunkte).

Die Umfrage ergab außerdem, dass nur jeder zweite Anleger mit einem Ende der
Rezession noch in diesem Jahr rechnet. Fast 40 Prozent der Befragten gehen
davon aus, dass sich die Krise noch bis mindestens Mitte 2010 hinziehen wird.
Jeder zehnte Anleger befürchtet gar, dass die Rezession noch über das Jahr 2010
hinaus andauern wird.

Autor: Simon Hage
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