DER SPIEGEL

Apple droht EU-Klage wegen Music Store

Klage laut Rechtsexperte begründet / Möglicher kartellrechtlicher Verstoß gegen Art. 82 EGV/ Protest gegen Preisunterschiede
– Apple Computer droht eine Klage wegen Missbrauchs seiner Marktmacht bei der EU-Kommission. Britische Verbraucherschützter hatten dem Betreiber des iTunes Music Store (iTMS) mit rechtlichen Schritten gedroht, weil dieser seine Musikdownloads in Großbritannien 20 Prozent teurer verkauft als in Deutschland und Frankreich.

Nach Angaben des EU-Rechtsexperten Andreas Geiger von der Kanzlei EY Law in Brüssel ließe sich eine Klage gegen Apple gut begründen: „Wenn ich einen Apple-Nutzer verträte, würde ich wahrscheinlich eine Beschwerde bei der EU-Kommission wegen Missbrauchs der Marktmacht nach Artikel 82 des EG-Vertrages einreichen.“

Apple besitze im Online-Musikbereich einen hohen Marktanteil. Zudem seien
Macintosh-Nutzer mit iPod praktisch gezwungen, den iTMS für Downloads zu be-nutzen. Entsprechend sei eine Klage gegen Apple möglich. Der Ausgang ist nach Angaben Geigers jedoch völlig offen.

Apple war am Mittwoch in die Kritik geraten, weil der britische iTMS für einen Song 79 Pence (etwa 1,16 Euro) verlangt. In Frankreich und Deutschland kostet ein Musikstück bei Apple hingegen lediglich 99 Cent. Verbraucherschützer argumentieren, dass Apple die britischen Konsumenten „abzocke“ und hat Beschwerde beim Office of Fair Trading eingelegt.

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