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Arbeitgeber fürchten schwache Gewerkschaften

BDA-Präsident Hundt: „Jetzt den Gewerkschaften die Hand reichen“

Die Arbeitgeber fürchten sich vor schwachen Gewerkschaften. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt sagte der Zeitschrift manager magazin (Erscheinungstermin: 18. Juli 2003): „Ich gehöre nicht zu denen, die einen Gegner, der am Boden liegt, auch noch demütigen wollen.“ Gerade jetzt sollten die Arbeitgeber den Gewerkschaften „die Hand reichen, um die Sozialpartnerschaft und die Tarifautonomie zu modernisieren“.

Die Arbeitgeber fürchten, dass die Vorleute der Gewerkschaften umso aggressiver agieren, je schwächer ihre Organisationen werden – in der Hoffnung, sie könnten dadurch verlorene Glaubwürdigkeit bei den Gewerkschaftsmitgliedern zurückgewinnen. Gerade Großunternehmen gerieten dann stärker ins Visier der Gewerkschaften, mit einer Tendenz zu stark steigenden Lohnabschlüssen. Hundt befürchtet steigende Arbeitskosten und ein vergiftetes Betriebsklima in den Unternehmen: „Mir ist bei dieser Vorstellung bange.“

Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser machte gegenüber dem manager magazin dagegen klar, dass die Arbeitgeber sich dem Gewerkschaftsdruck nicht um jeden Preis beugen würden: „Wenn die Gewerkschaften wirtschaftlich unsinnige Forderungen aufstellen, dann zerstören sie den Flächentarif.“ Wie der Metaller-Streik in den neuen Ländern gezeigt habe, seien sich die Mitgliedsfirmen mit dem Verband einig gewesen: lieber keinen Abschluss als einen ökonomisch nicht tragfähigen.

Autor: Henrik Müller
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