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Auf Dauer am Tropf

Die Bremer Jacobs University bleibt auf Zuwendungen angewiesen.

Die Lage an der Jacobs University bleibt prekär: Auch im laufenden Geschäftsjahr wird die private Hochschule, die seit Herbst 2001 im Bremer Vorort Grohn forscht und lehrt, rund 40 Prozent ihres Budgets von gut 50 Millionen Euro nicht selbst erwirtschaften können. Dies bestätigte die Universität dem manager magazin (Erscheinungstermin: 19. April).
Der Fehlbetrag wird von der Jacobs Foundation gedeckt. Die Stiftung hatte im Jahr 2006 zugesagt, in mehreren Schritten eine Summe von insgesamt 200 Millionen an die Uni zu zahlen. Das Geld sollte zur Bildung eines Kapitalstocks dienen. Von dessen Zinsen wollte die Hochschule dann ihre operativen Defizite decken. Doch bisher wurden die Zuwendungen der Stiftung immer für die laufenden Geschäfte der Uni benötigt.

So hat sich die Jacobs Foundation nun bereit erklärt, die Universität, die ihren Namen trägt, auch über die ursprünglich geplanten 200 Millionen Euro hinaus zu fördern. Zehn Millionen Euro pro Jahr will Christian Jacobs (51) langfristig zuschießen. Die Uni sei eben „ein Experiment, das mehr Zeit braucht als gedacht", sagt der Vorsitzende des Stiftungsrates dem manager magazin. „Und das mehr Zeit verdient."

Allerdings wird die Großzügigkeit der Foundation nicht ausreichen: Der Jacobs University fehlen jährlich rund 20 Millionen Euro. Die verbleibenden 10 Millionen Euro will Heinz-Otto Peitgen (67), seit Januar neuer Hochschulpräsident, künftig durch Spenden und Zustiftungen von Alumni einwerben. Außerdem will er mehr Einnahmen aus Forschungsaufträgen erzielen.

Autor: Michael Kröher
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