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Axel Springer Verlag wehrt sich gegen Schleichwerbung

Bot Novartis 300 000 Euro für freundliche Artikel?

Die Werbekrise führt nicht nur zu schmerzhaften Umsatzrückgängen bei Fernsehsendern und Verlagen, sondern vermehrt zu Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht. Immer häufiger versuchen Unternehmen, die schlechte Finanzlage von Medien für Reklametricks zu nutzen. Über einen besonders dreisten Fall berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 24. Oktober 2003).

So habe die Berliner PR-Agentur Pro Planum dem Axel Springer Verlag 300 000 Euro im Jahr in Aussicht gestellt, wenn der Springer-Verlag im redaktionellen Teil seiner Publikationen Schleichwerbung für Produkte des Pharmariesen Novartis betreibe.

Springer-Verlagsgeschäftsführer Josef Probst, so das manager magazin, habe dies abgelehnt. Für Novartis erklärte Kommunikationsreferent Philipp Kressirer, von Pro Planum und einem entsprechenden Auftrag wisse er nicht. Er konnte aber nicht ausschließen, dass bei Springer eine Novartis-Agentur initiativ geworden sei.

Schleichwerbung ist nach den Paragrafen 1 und 3 des „Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb“ sowie nach dem Pressekodex Ziffer 7 verboten.

Autor: Klaus Boldt
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