DER SPIEGEL

Billigflieger: Air Berlin will bis zu 70 neue Flugzeuge ordern

Bisher geplantes Bestellvolumen wird vergrößert / Unternehmenschef Hunold
erwartet 2004 erstmals über eine Milliarde Euro Umsatz

– Den geplanten Großauftrag für neue Flugzeuge werde Air Berlin aufstocken, kündigte Joachim Hunold, geschäftsführender Gesellschafter der Fluglinie, im Interview mit SPIEGEL ONLINE an. Die Gesellschaft wolle nun nicht mehr 40 bis 60 Modelle bei Airbus oder Boeing bestellen, wie bisher mitgeteilt, sondern 60 bis 70. Air Berlin hatte angekündigt, sich im Februar für Airbus oder Boeing zu entscheiden. Jetzt wolle man „ein bisschen“ weiterverhandeln. Durch die jüngst gegründete Allianz mit der österreichischen Fluglinie Niki habe sich eine neue Situation ergeben.

Mit einem Zuschlag für Airbus oder Boeing sei „frühestens im Sommer“ zu rechnen, so Hunold. Die bisher von beiden Flugzeugbauern gebotenen Konditionen sind aus seiner Sicht nicht wettbewerbsfähig. Sie seien schlechter als diejenigen, die den Konkurrenten easyJet und Ryanair bei jüngsten Bestellungen eingeräumt wurden.

Angesichts des geplanten Vorstoßes der Billigfluglinie easyJet nach Berlin erwartet Hunold, dass der Preiskampf „sicher wieder härter“ wird. Air Berlin werde dagegen halten, indem neue Strecken ins Programm aufgenommen werden.

Trotz der wachsenden Konkurrenz erwartet die Fluglinie Air Berlin 2004 ein zweistelliges Umsatzwachstum und einen „ordentlichen Gewinn“, sagte Hunold im Interview mit SPIEGEL ONLINE. Die internen Prognosen, die zuerst von 6 Prozent Umsatzplus ausgingen, habe man erhöht, erklärte Hunold. Jetzt rechne Air Berlin, nach der Passagierzahl zweitgrößte deutsche Fluglinie, mit einem Wachstum um 12,6 Prozent. Die Gesellschaft würde damit 2004 erstmals über eine Milliarde Euro umsetzen. Die Passagierzahl werde voraussichtlich auf 11,6 Millionen steigen, nach 9,6 Millionen 2003. Nachdem im Vorjahr nur eine „rote Null“ erreicht wurde, werde sich auch die Profitsituation verbessern, kündigte Hunold an.

Das vollständige Interview ist unter www.spiegel.de abrufbar.

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