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Börsenaspirant Strabag will missliebiges Urteil verhindern

Der deutsche Baukonzern Strabag AG stemmt sich gegen ein drohendes Urteil des
Kölner Landgerichts, das den Börsengang der Wiener Muttergesellschaft Strabag
SE beeinträchtigen könnte. In dem Verfahren klagt eine Aktionärsvereinigung auf
Nichtigkeit von Beschlüssen der letztjährigen Hauptversammlung der Kölner
Strabag AG. Um den für Anfang Mai erwarteten Richterspruch zu verzögern, habe
der Baukonzern am 29. März einen Befangenheitsantrag gegen den zuständigen
Richter am Kölner Landgericht eingereicht. Dies berichtet das in Hamburg
erscheinende manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin:
20. April 2007).

Mitte März hatte der Richter in einer mündlichen Verhandlung zu erkennen
gegeben, dass er der Rechtsauffassung der klagenden Kleinaktionäre zuneige.
Daraufhin stellten die Strabag-Anwälte das Ablehnungsgesuch. Durch das Urteil
könnte die Wahl des Strabag-Abschlussprüfers im Nachhinein für ungültig erklärt
werden. In diesem Fall wäre womöglich auch das Testat des Jahresabschlusses
bedroht. Die Bilanzen des Konzerns sind Bewertungsgrundlage für den Börsengang
der Strabag SE, der Anfang Mai an der Börse Wien erfolgen soll.

Autor: Thomas Werres
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