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Börsenbarometer: Anleger haben großes Vertrauen in Adidas-Chef Herbert Hainer

Vertrauensvorsprung des künftigen DaimlerChrysler-Chefs Dieter Zetsche
gegenüber seinem Vorgänger Jürgen Schrempp / In den nächsten fünf Jahren bleibt als deutsche Großbank bestenfalls die Deutsche Bank übrig / Emnid-Umfrage unter deutschen Privataktionären

Eine große Mehrheit von 72 Prozent der Privataktionäre traut Herbert Hainer,
dem Vorstandschef von Adidas, zu, den Börsenwert des Sportartikelherstellers
nachhaltig zu steigern. Unter 20 Spitzenmanagern deutscher Börsenschwergewichte
liegt Hainer damit auf Platz eins in der Anlegergunst. Das ergab eine
repräsentative Befragung unter 1000 Privataktionären, die das Bielefelder
Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid Ende August für das am Freitag
erscheinende manager magazin durchgeführt hat.

Als großer Sieger der aktuellen Umfrage verwies Hainer den
Vorstandsvorsitzenden von Porsche, Wendelin Wiedeking, auf den zweiten Platz.
Immerhin auf Rang sechs liegt der designierte Vorstandsvorsitzende von
DaimlerChrysler, Dieter Zetsche, der erstmals in die viermal jährlich im
manager magazin veröffentlichte Rangliste aufgenommen wurde. Mehr als die
Hälfte (56 Prozent) der Privatanleger glaubt, dass er den Automobilhersteller
wieder auf Erfolgskurs bringen wird.

Damit trauen die befragten Aktionäre Zetsche deutlich mehr zu als seinem
Vorgänger Jürgen Schrempp: Der bisherige Vorstandsvorsitzende von
DaimlerChrysler, der im Juli seinen Rücktritt verkündete, hatte bei der letzten
Befragung im Juni nur noch 37 Prozent erreicht.

Auf dem vorletzten Platz der Rangliste, den Schrempp damals belegt hatte,
findet sich nun Bernd Pischetsrieder, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen:
Lediglich 39 Prozent der Privataktionäre trauen dem Lenker des angeschlagenen
Automobilkonzerns eine nachhaltige Steigerung des Börsenkurses zu.

Sehr pessimistisch schätzen Privataktionäre die Chancen deutscher Großbanken
ein, auch künftig unabhängig zu bleiben. Bis zum Jahr 2010 dürfte lediglich die
Deutsche Bank als unabhängiges Geldinstitut bestehen bleiben, sagen 43 Prozent
der Befragten. 29 Prozent gehen sogar davon aus, dass in fünf Jahren keine der
deutschen Banken mehr selbstständig sein wird.

Autoren: Simon Hage, Dietmar Palan
Telefon: 040/308005-39, 040/308005-47

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