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Boston Consulting: Krise trifft deutsche Industrie härter als erwartet

Hiobsbotschaft zur Hannover-Messe: Der deutschen Industrie drohen durch die Wirtschaftskrise weit schwerwiegendere Folgen als bislang angenommen.

Zu diesem
Ergebnis gelangt die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) in
einer umfangreichen Studie im Auftrag des manager magazins.

Bereits für den wahrscheinlichen Fall einer mittelschnellen Erholung der
Weltwirtschaft, mit einer Rückkehr zu positivem Wirtschaftswachstum im 2.
Halbjahr 2010, drohen den wichtigsten deutschen Industriebranchen Auto, Metall,
Maschinenbau und Chemie laut BCG dauerhafte Auftragsrückgänge von rund 10
Prozent. Bis 2015 käme es in diesem Szenario zum Verlust von bis zu 740 000
Industriearbeitsplätzen.

Noch weit dramatischere Folgen erwarten die Experten für den Fall einer sich an
die Rezession anschließenden und bis 2012 anhaltenden Stagnation. In diesem
pessimistischeren Szenario können die Schlüsselbranchen der deutschen Industrie
mit Umsatzrückgängen von rund 40 Prozent rechnen, begleitet von einem
drastischen Arbeitsplatzabbau. 1,5 Millionen Industriearbeitsplätze könnten
laut BCG bis 2015 verloren gehen.

Die wichtigsten Ergebnisse der BCG-Studie, darunter auch eine Aufschlüsselung
der Rezessionsfolgen für einzelne Industriebranchen, veröffentlicht das manager
magazin in seiner neuesten Ausgabe, die am 24. April erscheint.

Autor: Christian Rickens
Telefon: 040/30 80 05-56

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