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Bundesregierung will mehr Kontrolle bei EADS

Bahn-Chef Grube als neuer Aufseher im Gespräch

Die Bundesregierung will stärkere Kontrolle beim europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS ausüben. Schon bei der kommenden Hauptversammlung Ende Mai soll ein der Regierung besonders verbundener Vertreter in den Verwaltungsrat (Board) von EADS einziehen. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstermin: 23. März).

Als Wunschkandidat für den Posten im Verwaltungsrat gilt Bahn-Chef Rüdiger Grube (60). Grube begann seine Karriere einst bei Airbus und saß bis 2009 dem EADS-Board vor. Die Entsendung steht offenbar im Zusammenhang mit Kritik, die der Regierungskoordinator für Luft- und Raumfahrt, Peter Hintze (CDU), unlängst an Airbus-Chef Thomas Enders geübt hatte, der für die Spitze des Mutterkonzerns EADS nominiert ist. Hintze verlangte darin mehr Rücksicht auf das deutsch-französische Gleichgewicht in dem Unternehmen.

Möglich wird die Entsendung eines neuen Vertreters durch den geplanten Einstieg der KfW bei EADS. Das bundeseigene Institut verhandelt derzeit mit dem deutschen Großaktionär Daimler über die Übernahme eines Aktienpakets von rund 7,5 Prozent der EADS-Anteile.

Autor: Michael Machatschke
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Hamburg, 22. März 2012

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