manager magazin

BVB-Großaktionär stellt gesamten Kader zur Disposition

Florian Homm gegen Tabus bei Spielerverkäufen / Stadion soll Sponsor-Namen bekommen / Öffnung für weitere Investoren angemahnt

Hamburg, 17. März 2005 – Borussia-Dortmund-Großaktionär Florian Homm erhöht den Druck auf die Clubführung. In einem SPIEGEL-ONLINE-Interview sprach sich der Fondsmanager gegen Tabus bei Spielerverkäufen aus. „Der Spielerfundus ist gut und kategorisch ausschließen sollte man nichts. Wenn es in der aktuellen Übergangsphase Interessenten für einen Spieler gibt, egal um wen es sich handelt, muss das eine wirtschaftliche Entscheidung sein“, sagte Homm im Interview.

Damit wendet sich Homm gegen Festlegungen des Managements. Borussia-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte zuletzt erklärt, Jan Koller, Dede, Christoph Metzelder und Sebastian Kehl würden auch in der kommenden Saison definitiv beim BVB spielen.

Der BVB-Großaktionär will weitere Sponsoren für den angeschlagenen Bundesligisten ins Boot holen und stellt dafür auch den Namen des Westfalenstadions zur Disposition: „Dass man nicht stärker daran arbeitet, einer der meistbesuchten Arenen Europas einen Sponsor-Namen zu geben, halte ich für falsch.“

Homm fordert die Vereinsführung zudem auf, bei der Sanierung des angeschlagenen Bundesligisten offener für mögliche Investoren zu sein. „Grundsätzlich halte ich das Sanierungsprogramm für realistisch, glaubwürdig und gut geprüft. Kredite teilweise in Aktienkapital umzuwandeln, wäre aber eine echte Alternative. Hier sind die Relationen noch nicht in Ordnung. Da werden wir weiter konstruktiv Druck machen“, sagte Homm. Mit Investoren aus der Industrie liefen derzeit Gespräche.

Insgesamt bescheinigte Homm den Verantwortlichen aber einen guten Job: „Watzke beispielsweise ist ein Lichtblick.“ Auch Manager Michael Meier nimmt der Großaktionär gegen Kritik in Schutz. “ BVB-Trainer Bert van Marwijk wird ebenfalls gelobt: „In der Rückrunde hat van Marwijk … aus meiner Sicht eine recht gute Bilanz vorzuweisen. Da sehe ich keinen Handlungsbedarf.“

Im Interview gibt Homm der Clubführung ehrgeizige Anforderungen mit auf den Weg: „Damit wir verkaufen, muss die Aktie … höher notieren. Ich habe immer gesagt, dass unser Kursziel zwischen vier und fünf Euro liegt. Das wäre ein gutes Etappenziel und dabei bleibt es. Ich möchte dieses Ziel auch binnen der nächsten 12 bis 18 Monaten erreichen.“

Der vollständige Text ist unter www.spiegel.de abrufbar.

Ansprechpartner für Rückfragen:
Christian Gödecke
Jörn Sucher
Telefon: 040/38 08 02 22
E-Mail: christian_goedecke@spiegel.de / joern_sucher@spiegel.de

Kommunikation
Herbert Takors
Telefon: 040/3007-2614
E-Mail: herbert_takors@spiegel.de

Weitere Pressemeldungen

Alle Leserinnen und Leser können sich im Oktober auf eine vielseitige Literaturberichterstattung beim SPIEGEL freuen. Der digitale SPIEGEL präsentiert…
Mehr lesen