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Chinesisches Geldhaus will Dresdner Bank kaufen

Für das Investmentbanking und die Großkundensparte der Dresdner Bank interessiert sich ein Geldinstitut aus China. Die Asiaten haben der Dresdner-Bank-Mutter Allianz bereits ein schriftliches Angebot zukommen lassen.

Asiaten bekunden Interesse an Investmentbanking und Großkundengeschäft –
Projekt wird Allianz-intern unter dem Codewort „Chiemsee“ geführt


Das berichtet das aktuelle manager magazin (Erscheinungstermin: 28. März 2008).

Die Pläne des Versicherungskonzerns, die Frankfurter Banktochter zu verkaufen,
tragen Allianz-intern die Decknamen „Brasilien“ und „Chiemsee“. Hinter dem
Codewort „Brasilien“ verbirgt sich das Vorhaben, das Privatkundengeschäft der
Dresdner Bank in eine gemeinsame Einheit mit der Postbank einzubringen. Ein
solches Institut würde auf rund 10 Prozent Marktanteil am deutschen
Privatkundengeschäft kommen.

„Chiemsee“ steht für den Verkauf des Investmentbankings einschließlich des
Geschäfts mit großen Firmenkunden. Für diesen Teil der Bank, dessen Trennung
vom Privatkundengeschäft Mitte März dieses Jahres beschlossen wurde,
interessiert sich ein Geldinstitut aus China. Die Banker aus Fernost haben der
Allianz bereits ein Angebot zukommen lassen, obwohl sie die Bücher der Dresdner
Bank noch nicht einsehen konnten.

Die Allianz ist offenbar fest entschlossen, sich mittelfristig von der Dresdner
Bank zu trennen. Für den Fall, dass „Brasilien“ und „Chiemsee“ scheitern, haben
die Versicherungsmanager deshalb einen Plan B entwickelt. Dieser sieht vor, die
Dresdner Bank in ein Bündnis mit der Commerzbank einzubringen.

Rückfragen:
Ulric Papendick
Telefon: 040/308005-79

Hamburg, 26. März 2008

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