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D-Day-Gedenken: Manfred Rommel begrüßt Teilnahme Schröders an Feierlichkeiten

„Er tut gut daran, die Geste der Versöhnung anzunehmen“

– Der frühere Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel, Sohn des Generalfeldmarschalls im Nazi-Reich, Erwin Rommel, begrüßt die Teilnahme von Bundeskanzler Gerhard Schröder an den Feierlichkeiten in der Normandie. „Ich halte es für richtig, dass Schröder hingeht. Er ist von den Alliierten eingeladen worden und tut gut daran, die Geste der Versöhnung anzunehmen“, erklärte er im Interview mit SPIEGEL ONLINE. Schröder ist der erste deutsche Kanzler, der an den Gedenkveranstaltungen zur Landung der alliierten Truppen teilnimmt.

Schröders Vorgänger im Amt, Helmut Kohl, hatte es 1984 und 1994 abgelehnt, zu den Jahresfeiern an der nordfranzösischen Küste zu erscheinen. Rommel zeigte Verständnis für die Haltung des früheren Kanzlers: „Ein deutscher Regierungschef ist im Zwiespalt. Er begrüßt das Ende der Nazi-Diktatur, kann aber nicht jubeln und so tun, als ob er zu den Siegern gehört, und gleichzeitig zehntausend deutsche Gefallene vergessen.“

Rommel ist nach eigenen Angaben von amerikanischen Veteranenverbänden zu den Feierlichkeiten eingeladen worden. Aus gesundheitlichen Gründen könne er aber nicht teilnehmen, so der CDU-Politiker gegenüber SPIEGEL ONLINE.

Generalfeldmarschall Erwin Rommel, der nach der Landung der Alliierten am 6. Juni 1944 auf deutscher Seite eine entscheidende Rolle spielte, wurde nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 gezwungen, Selbstmord zu begehen.

Das vollständige Interview ist unter www.spiegel.de abrufbar.

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