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Daimler: Konzernchef Zetsche müht sich um neuen Großaktionär

Verhandlungen mit chinesischem Staatsfonds CIC laufen

Der Automobilkonzern Daimler könnte schon bald einen Großaktionär aus China
bekommen. Vorstandschef Dieter Zetsche bemühe sich bereits seit geraumer Zeit
um chinesische Investoren, berichtet das manager magazin in seiner neuesten
Ausgabe (Erscheinungstermin: 23. Dezember). Es gehe um eine Beteiligung in Höhe
von 5 bis 10 Prozent, heißt es in Konzernkreisen. Auch die Chinesen hätten
gesteigertes Interesse daran, ein größeres Aktienpaket zu übernehmen. Als
Favorit gilt Staatsfonds China Investment Corporation (CIC).

Bislang waren die Verhandlungen stets gescheitert. 2009 kam den Chinesen zum
Beispiel der Staatsfonds Aabar aus Abu Dhabi zuvor. Um die Beteiligung diesmal
zum Abschluss zu bringen, habe Daimler-Finanzchef Bodo Uebber kürzlich eine
Investmentbank beauftragt, berichten Manager des Autobauers. Gleichzeitig
arbeiten die Stuttgarter daran, ihr Joint Venture mit dem chinesischen
Autohersteller Baic auszubauen.

Konzernchef Zetsche hoffe, dass Daimler durch die Beteiligung eines
chinesischen Investors auch die Beziehung zur Staatsregierung in Peking
verbessern könne, heißt es in Unternehmenskreisen. Ein zusätzlicher
Großaktionär stabilisiere darüber hinaus die Aktionärsstruktur. Der Block
freundlich gesinnter Anteilseigner könnte damit auf rund 30 Prozent wachsen und
die Gefahr einer feindlichen Übernahme verringern.

Autor: Michael Freitag
Telefon: 040 308005-53

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