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Demag-Übernehmer Ronald DeFeo: Standortverlagerungen langfristig unvermeidbar

Der Chef des Baumaschinenherstellers Terex plant nach der Übernahme des Düsseldorfer Kranbauers Demag, künftig verstärkt in Schwellenländern zu wachsen.

Im Interview mit dem manager magazin (Erscheinungstermin: 22. Juli)
sagte Ronald DeFeo zu seinen Wachstumsplänen: „Unser Fokus liegt klar auf den
Schwellenländern, auf China, Brasilien, Indien. Terex und Demag wollen in
diesen Märkten gemeinsam wachsen.“

Terex hat sich in den vergangenen Wochen eine Mehrheit an dem deutschen
Kranbauer gesichert und hält derzeit rund 82 Prozent der Demag-Aktien. Vor der
endgültigen Übernahme steht nur noch die Genehmigung der EU-Kartellbehörden.

Zu den weiteren Vorteilen des Zusammenschlusses sagte DeFeo, Terex könne von
Demag beispielsweise im Servicegeschäft lernen und rund um das bestehende
Terex- Geschäft noch „ein schönes Servicegeschäft bauen“. Ein weiteres
Standbein soll künftig das Geschäft mit Hafenkränen werden. Dort habe man nun
„das beste Angebot“.

Für die Standorte des Konzerns wird die Konzentration auf Schwellenländer
allerdings nicht ohne Folgen bleiben, wie DeFeo im Interview klarstellte.
„Langfristig werden wir Produktionsstätten in Schwellenländern aufbauen und
dafür auch ein paar Standorte in entwickelten Märkten schließen“, so DeFeo.
Wann und wo das sein werde, könne er noch nicht sagen. „Aber das ist die
logische Konsequenz und unvermeidbar.“ Den Demag-Mitarbeitern hat Terex
allerdings eine dreijährige Beschäftigungsgarantie zugesichert. Die deutschen
Standorte sollen sogar für fünf Jahre nicht angetastet werden.

Autor: Thomas Katzensteiner
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