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Deutsche Firmen im europaweiten Vergleich nur Mittelmaß

Größte Analyse der 500 bedeutendsten Börsenkonzerne Europas / Sportartikler Puma erreicht Platz eins / Das Gros der deutschen Unternehmen enttäuscht

Nur wenige börsennotierte deutsche Unternehmen können mit der europäischen Elite mithalten. Zu diesem Ergebnis gelangt die aktuelle Analyse „Euro 500“ des manager magazins. Die 48 deutschen Konzerne unter Europas 500 größten Aktiengesellschaften erzielen zwar in ihren Branchen häufig die höchsten Umsätze. In puncto Rentabilität und Kursentwicklung jedoch hinken deutsche Vorzeigekonzerne wie Allianz, Deutsche Telekom, HypoVereinsbank, Tui oder Infineon den Konkurrenten aus dem benachbarten Ausland weit hinterher. Im Leistungsvergleich der europäischen Nationen belegt Europas größte Volkswirtschaft lediglich Rang sechs. Platz eins belegt Belgien, gefolgt von Spanien und Dänemark.

Eine bedeutende Ausnahme gibt es allerdings: Der Sportartikler Puma aus Herzogenaurach erreicht mit einer hervorragenden Börsenperformance und einer beeindruckenden Eigenkapitalrendite den ersten Platz in der Konzern-Rangliste, die das manager magazin in der November-Ausgabe (Erscheinungstag: 24. Oktober 2003) veröffentlicht. Eine große Auszeichnung für Puma-Chef Jochen Zeitz (40), dem es durch die konsequente Konzentration auf Produktentwicklung und Marketing gelungen ist, der ehemals heruntergewirtschafteten Sportmarke innerhalb eines knappen Jahrzehnts wieder Kultstatus zu verleihen.

Die Euro-500-Analyse, die umfassendste Untersuchung europäischer Unternehmen, legt offen, welchen Konzernchefs es gelang, mit der richtigen Strategie in einem schwierigen Umfeld zuzulegen. Erstellt wird die jährliche Euro-500-Studie von Professor Reinhart Schmidt, Inhaber des Lehrstuhls für Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre an der Universität Halle-Wittenberg, gemeinsam mit der Beratungsgesellschaft Deloitte Consulting. Untersucht wurden die 500 größten Börsenfirmen Europas, geordnet nach Marktkapitalisierung (Börsenwert) und Streubesitz (free float). Die mm-Experten nehmen sowohl fundamentale Firmenkennziffern wie die Eigenkapitalrendite als auch die Aktienkursentwicklung der Unternehmen unter die Lupe.

Außer Puma erreichen vier weitere deutsche Firmen eine Platzierung unter den besten 30: die Pharmakonzerne Stada (Platz 19 im Ranking) und Altana (24), der Heizungsbauer Buderus (21) und der Sportwagenhersteller Porsche (30). Einstige Vorzeigefirmen wie die Deutsche Telekom (Rang 482), MLP (480), Infineon (472) und die Allianz (461) landen hingegen weit abgeschlagen am Ende der Rangliste.

Bei Rückfragen: Ulric Papendick, Telefon: 040/308005-79

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