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Deutschlands Manager zweifeln an Energiebossen

Erheblicher Vertrauensverlust für Vorstandschefs von RWE und Eon / manager-magazin-Umfrage unter Entscheidern der Wirtschaft

Das Ansehen der wichtigsten Energiemanager in Deutschland hat im Zuge der
Anti-Atomkraft-Debatte erheblich gelitten. Das ergab eine exklusive Umfrage des
manager magazins (Erscheinungstermin: 20. Mai 2011) unter gut 300
Führungskräften.

Nur noch rund jeder fünfte Topentscheider (22 Prozent) traut RWE-Chef Jürgen
Großmann zu, den Aktienkurs seines Unternehmens nachhaltig zu steigern – ein
Minus von 22 Prozentpunkten gegenüber der manager-magazin-Befragung vor sechs
Monaten. Großmann hat gegen das AKW-Moratorium der Bundesregierung geklagt und
dafür heftige Proteste auf der Hauptversammlung im April geerntet. Kaum
glimpflicher kam Eon-Lenker Johannes Teyssen davon, der in der Vertrauensskala
der Führungskräfte um 15 Punkte auf 24 Prozent abrutschte.

Die Rangliste wird angeführt von Volkswagen-Chef Martin Winterkorn, dem 77
Prozent der Befragten zutrauen, den Kurs der VW-Aktie zu steigern. Dahinter
folgen die Vorstandschefs von BMW und Siemens, Norbert Reithofer und Peter
Löscher, mit jeweils 67 Prozent.

Trotz der Japan-Krise und der finanziellen Schieflage einiger Euro-Länder
glaubt die Mehrheit der Befragten, dass die Rallye am deutschen Aktienmarkt
anhält. Fast 40 Prozent sehen den Dax in einem Jahr bei 8000 oder mehr Punkten,
knapp 30 Prozent bei immerhin 7500 Zählern. Jeder Vierte hält Aktien für die
aussichtsreichste Anlageklasse der kommenden zwölf Monate. Nur Rohstoffe
dürften sich nach Ansicht der Führungskräfte noch besser entwickeln.

Autor: Simon Hage
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