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Die besten Geschäftsberichte der börsennotierten Aktiengesellschaften: Gesamtsieger ThyssenKrupp

Dax-Unternehmen liegen vorn / Deutsche Börse AG liefert besten Report eines Börsenneulings ab / Quartalsberichterstattung auf niedrigem Niveau
Zum achten Mal hat manager magazin die Geschäftsberichte der wichtigsten börsennotierten Aktiengesellschaften untersucht. Rund 260 Reports aus dem Dax, dem M-Dax, S-Dax, Nemax 50, dem europäischen Index Stoxx 50 sowie der Börsenneulinge des vergangenen Jahres wurden geprüft. Der mm-Wettbewerb ist der umfassendste Vergleich von Geschäftsberichten in Deutschland und einer der größten in Europa.

Mit dem Düsseldorfer ThyssenKrupp-Konzern steht in diesem Jahr ein Unternehmen aus dem Deutschen Aktienindex ganz oben auf dem Treppchen. Das Unternehmen erhielt im Rahmen eines Festaktes in Frankfurt die Plastik "Der Rufer" von Vadim Sidur vor allem für die hervorragende Aussagekraft und Transparenz des Geschäftsberichts. Der ThyssenKrupp-Report, der auch durch eine prägnante Sprache und sehr gute grafische Gestaltung besticht, erreichte mit 79,27 Punkten (Höchstzahl: 100) Platz 1 unter allen bewerteten Berichten.

Insgesamt 6 der 10 besten Geschäftsberichte stammen von Dax-Unternehmen. Zweiter im Gesamtranking und zugleich Sieger bei den M-Dax-Unternehmen wurde die Gildemeister AG, Bielefeld. Der beste S-Dax-Bericht kommt von der Mannheimer Holding. Im Nemax 50 siegte die Wiesbadener ACG AG. Den besten Report eines Börsenneulings legte die Deutsche Börse AG aus Frankfurt vor. Unter den ausländischen Unternehmen aus dem Stoxx 50 machte die schweizerische Bank UBS, Zürich, abermals das Rennen.

Die Berichte der Siegerfirmen zeichnen sich aus durch ein hohes Maß an Transparenz und inhaltlicher Qualität. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Vertrauenskrise an den Kapitalmärkten zeigen diese Unternehmen beispielhaft, wie Börsengesellschaften ihre Aktionäre gerade auch in schwierigen Zeiten informieren sollten. Dr. Wolfgang Kaden, Chefredakteur des manager magazins: "Anteilseigner müssen wissen, wie es um das Unternehmen, dessen Aktien sie besitzen, in Wahrheit bestellt ist. Es ist die Aufgabe dieses Wettbewerbs, die Firmen anzuspornen, wirklich aussagekräftige Geschäftsberichte zu erstellen. Reports, die für weitestgehenden Durchblick sorgen."

Die Geschäftsberichte werden in den Kategorien Inhalt, Optik, Sprache und Finanzkommunikation bewertet. Die wissenschaftliche Leitung lag, wie bereits in den Vorjahren, bei Professor Jörg Baetge vom Institut für Revisionswesen an der Universität Münster. Die Gutachter unter Leitung von Professor Baetge prüften in diesem Jahr erstmalig auch die Zwischenberichte der Börsenfirmen. Im Vergleich zu den Geschäftsberichten weisen die Quartalsreports noch erhebliche inhaltliche Mängel auf, vor allem bei den wirtschaftlichen Prognosen.

Für die Bewertung der Finanzkommunikation - Aussagekraft, Transparenz und Wahrhaftigkeit der Berichte - zeichnen die Professoren Carl-Christian Freidank und Eberhard Scheffler von der Universität Hamburg verantwortlich. Die visuelle Gestaltung und die sprachliche Qualität der Berichte beurteilten Olaf Leu, Professor für Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Mainz, und Professor Rudi Keller vom Germanistischen Seminar der Universität Düsseldorf.

Die drei besten Berichte aus jedem Börsensegment wurden zusätzlich von einer Jury aus erfahrenen Finanzmarktexperten auf ihre Prägnanz und Verständlichkeit hin geprüft. Mitglieder der manager-magazin-Jury sind Elisabeth Weisenhorn (Weisenhorn & Partner), Dr. Arno Balzer (manager magazin), Klaus Rainer Kirchhoff (Kirchhoff Consult), Christian Strenger (DWS) und Xaver Zimmerer (Interfinanz).

"Der beste Geschäftsbericht 2002", alle Rankings im Überblick können Sie bestellen bei: Christa Seiss, Telefon 040/3007-2068 oder E-Mail Christa_Seiss@manager-magazin.de

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