SPIEGEL GESCHICHTE

„Die Deutschen im Osten“

Am Dienstag, 25. Januar 2011, erscheint die neue Ausgabe von SPIEGEL GESCHICHTE: „Die Deutschen im Osten – Auf den Spuren einer verlorenen Zeit“.

Seit dem Mittelalter zogen Deutsche als Siedler, aber auch als Kreuzritter und
Eroberer in den Osten Europas. So wurden sie heimisch in Ostpreußen und im
Baltikum, in Schlesien, Böhmen und Mähren, an Wolga und Donau. Hitlers Wahn,
große Teile Osteuropas zu unterwerfen und zu germanisieren, stürzte die
jahrhundertelange Koexistenz des Vielvölkergemischs dort in einen Alptraum aus
Hass und Vernichtung, sein Krieg führte zu Flucht und Vertreibung der
Deutschen. Jahrzehntelang stritten die Deutschen danach über die angemessene
Sicht auf die Geschichte dieses Verlustes und das Erbe der Vertriebenen. Und
heute?

Eine neue Generation hat begonnen, sich für den historischen deutschen Osten zu
interessieren, die Kindheitsorte ihrer Eltern und Großeltern neu zu entdecken.
SPIEGEL GESCHICHTE schaut mit diesem neuerwachten Interesse zurück in die über
800 Jahre alte Vergangenheit deutscher Heimat in Osteuropa, vom Beginn der
Ostsiedlung im Mittelalter, vom Kreuzritterstaat des Deutschen Ordens über
Preußens Expansion in Osteuropa, die Weltkriege bis hin zu Flucht, Vertreibung
und dem harten Neuanfang der Vertriebenen in der Bundesrepublik. Zusammen mit
renommierten Historikern und Osteuropa-Kennern wie Andreas Kossert und Dieter
Langewiesche beschreiben und analysieren SPIEGEL-Redakteure die Geschichte
dieser schwierigen Beziehung zwischen den Deutschen und ihrem verlorenen Osten.

Auf den Spuren einer verlorenen Zeit reisten SPIEGEL-Reporter an die
Schauplätze deutscher Geschichte im Osten, ins russische Kaliningrad und das
polnische Gdansk, einst Königsberg und Danzig, und erkundeten die Lage der
deutschen Minderheit in Polen heute. SPIEGEL-Autor Walter Mayr spürte bei
seinen Recherchen entlang der Donau in Ungarn auch die Verwandtschaft Joschka
Fischers auf, dessen Vater aus Budakeszi bei Budapest stammt. In einem sehr
persönlichen Beitrag erzählt die Autorin Petra Reski, wie sie sich in die
ostpreußische Heimat ihres Großvaters verliebte. Im Gespräch mit dem Breslauer
Historiker Krzysztof Ruchniewicz geht es um die polnische Sicht der
Vergangenheit – und die nun gemeinsame europäische Aufarbeitung der Geschichte.

SPIEGEL GESCHICHTE „Die Deutschen im Osten – Auf den Spuren einer verlorenen
Zeit“ umfasst 148 Seiten und erscheint mit einer Druckauflage von 195 500
Exemplaren. Der Copypreis beträgt 7,50 Euro.

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Stefanie Jockers

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