DER SPIEGEL

„Die Nato soll Israels Grenzen sichern“

Daniel Cohn-Bendit fordert den Einsatz der Nato zur Sicherung der israelischen Grenzen. Eine diplomatische Lösung müsste mit „einer Sicherheitsgarantie“ verbunden sein, sagte der Fraktionschef der Grünen im Europaparlament im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE.

SPIEGEL-ONLINE-Interview mit Daniel Cohn-Bendit

– Daniel Cohn-Bendit fordert den Einsatz der Nato zur
Sicherung der israelischen Grenzen. Eine diplomatische Lösung müsste mit „einer
Sicherheitsgarantie“ verbunden sein, sagte der Fraktionschef der Grünen im
Europaparlament im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE.

Diese Sicherheitsgarantie „müsste ein Uno-Auftrag an die Nato sein“. Das
transatlantische Bündnis müsse das Gebiet „an den Grenzen zwischen Israel, dem
Libanon und dem Gaza-Streifen sichern“. Die Nato sei momentan „die einzige
militärische Kraft, die so etwas machen könnte“, sagte Cohn-Bendit.
Selbstverständlich sollte das die Deutschen „unter internationaler Beteiligung“
einschließen.

Abermals setzte sich Cohn-Bendit für Ex-Außenminister Joschka Fischer als
EU-Vermittler in der Krise ein. Fischer genieße „ein hohes Ansehen sowohl bei
den Palästinensern, bei den arabischen Ländern als auch in Israel“. Dies sei
die Grundlage dafür, „einen unmittelbaren Waffenstillstand auszuhandeln“.

Der amtierende Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hätte „dazu noch
nicht das Ansehen“. Zwar habe er Fischer bislang noch nicht persönlich gefragt,
ob er bereit für diesen Job sei. Aber: „Es gibt einfach mal historische
Momente, wo man über seinen Schatten springen muss.“ Dies sage er auch
Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Das gesamte Interview findet sich unter www.spiegel.de

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