Harvard Business Manager

Die sind doch alle gleich – das Unisex-Führungsprofil

Frauen sind als Führungskräfte genauso narzisstisch, machiavellistisch und psychopathisch wie Männer

Frauen sind kooperativ, fürsorglich und bescheiden, Männer durchsetzungsstark, konfliktfreudig und risikobereit – so weit das Klischee. Eine Forschungsgruppe der Universität Hohenheim kommt in einer aktuellen Studie über die Persönlichkeiten von Führungskräften in deutschen Unternehmen, die in der neuen Ausgabe des Harvard Business Managers (Erscheinungstermin: 17. Januar) vorgestellt wird, zu vollkommen anderen Ergebnissen. Managerinnen gleichen ihren männlichen Kollegen in Sachen Narzissmus und Psychopathie. "Es hat uns überrascht zu sehen, dass Managerinnen auch dunkle Seiten haben und damit Männern in nichts nachstehen", so Autor Christian Mai. "Wie sprechen hier auch von einem Unisex-Führungsprofil, dem beide Geschlechter entsprechen können."

Einen Unterschied fanden die Forscher allerdings doch: Chefinnen zeigen sich weniger verträglich als ihre männlichen Kollegen. "Das ist auffällig, denn innerhalb der Bevölkerung ist bezüglich Verträglichkeit der Gegensatz zwischen den Geschlechtern besonders groß. Hier sind Frauen eher kooperativ und weniger kompetitiv. Im Management gilt das definitiv nicht", betont Mai.

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