DER SPIEGEL

Drei weitere vermisste Deutsche auf Bali identifiziert

Zahl der deutschen Opfer steigt auf sechs / Auswärtiges Amt bestätigt die Identifizierung

29. Oktober 2002
Berlin - Alle drei nach den Bombenanschlägen auf Bali noch vermissten deutschen Frauen sind tot. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE informierten die deutschen Behörden am Montag und Dienstag die Familien, dass ihre Angehörigen bei dem verheerenden Bombenanschlägen am 12. Oktober ums Leben gekommen sind.

Anhand von DNS-Proben konnten die Behörden auf Bali sowohl eine Frau, die im Ausland lebte, eine weitere Frau aus Bayern und die Berliner Kellnerin Alexandra K. zweifelsfrei identifizieren. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte am Dienstag Nachmittag auf Nachfrage die Identifizierung gegenüber SPIEGEL ONLINE.

Damit stieg die Zahl der deutschen Opfer des Terror-Anschlags auf insgesamt sechs. Bereits kurz nach den Anschlägen wurde die 27-jährige Ex-Berlinerin Claudia T., die seit längerem auf Bali lebte, von einer französischen Freundin identifiziert. Erst am vergangenen Freitag konnten die Behörden dann ein Paar aus Brandenburg, das auf Bali Urlaub gemacht hatte und sich in der Diskothek "Sari" aufhielt, mit Hilfe von DNS-Proben identifizieren.

Bei der Berlinerin Alexandra K. hatten die Angehörigen bis zum Montag noch Hoffnung, denn ihr Freund Denis A. hatte sie kurz nach den Anschlägen noch im Krankenhaus auf Bali gesehen. Offenbar erlag sie aber wenig später in der Klinik ihren schweren Verletzungen. Ihr Freund ist mittlerweile nach Berlin zurückgekehrt.

Weitere vier deutsche Verletzte werden zurzeit noch in australischen Kliniken behandelt. Mehr als 90 Leichen auf Bali sind bisher noch nicht zweifelsfrei identifiziert. Die Behörden geben die Zahl der Toten mit 191 an.

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