DER SPIEGEL

Dutschke-Sohn für Straßenumbenennung in Berlin

Streit um Ehrung für Studentenführer / Familie unterstützt Initiative und spricht von einer „schönen Idee“

Berlin, 23. Dezember 2004 – Im Streit über die Umbenennung einer Straße in Berlin nach dem Studentenführer Rudi Dutschke hat sich erstmals ein Mitglied der Familie zu Wort gemeldet. „Wir finden die Idee schön, wenn man bedenkt, was mein Vater für die Gesellschaft getan hat“, sagte am Donnerstag der jüngste Sohn Rudi-Marek Dutschke SPIEGEL ONLINE. Die Familie unterstütze die Umbenennung.

Anlässlich des 25. Todestages wollen PDS und Grüne die Kochstraße im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg nach Rudi Dutschke umbenennen. Die ursprüngliche Initiative ging von der linksalternativen „die tageszeitung“ (taz) aus. Dutschke, der zu den prominentesten Personen der 68er-Bewegung gehört hatte, starb am 24. Dezember 1979 im dänischen Aarhus an den Spätfolgen eines Attentats. Am 11. April 1968 war er in Berlin auf dem Kurfürstendamm von dem Hilfsarbeiter Josef Bachmann in den Kopf geschossen worden.

„Erst dieses Attentat hat die Protestbewegung radikalisiert“, erwiderte der 24-jährige Sohn Dutschkes auf Vorwürfe der Berliner CDU. Diese hatte erklärt, Dutschke habe zur Radikalisierung der Studentenschaft beigetragen und das parlamentarische System der Bundesrepublik abgelehnt.

Dutschke war mit der Amerikanerin Gretchen Dutschke-Klotz verheiratet. Aus der Ehe stammen zwei Söhne und eine Tochter.

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