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Erfolgskontrolle für Beamte

Künftig soll die Verwaltung in Berlin über Gelingen oder Scheitern ihrer Projekte Rechenschaft ablegen

Mit einem neuen Controllingsystem will der Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) die Verwaltung der Hauptstadt effizienter machen und Kosten einsparen. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 23. Juli 2004).

Mit der so genannten „Ziel-Wirkungsorientierten Steuerung“ (ZWOS) können Senatoren, Stadträte und Amtsleiter messen, welche Projekte zu welchen Kosten ihre Ziele erreichen. Herzstück des Systems ist eine internetgestützte Software, welche Datenbanken in allen zwölf Berliner Bezirken verknüpft. Einzelne Dienstleister, Maßnahmen und Bezirke können so erstmals untereinander verglichen werden. Dadurch entsteht laut Sarrazin ein „Rechtfertigungsdruck“ für sämtliche Verwaltungsprojekte sowie die Möglichkeit, Sparpotenziale genauer zu identifizieren. Haushaltsexperten rechnen mit Einsparungen bis zu 20 Prozent. Sarrazin selbst möchte zunächst erreichen, „dass die Sozialausgaben nicht schneller steigen als der Gesamthaushalt“.

Ab August 2004 startet das Controllingsystem in den zwölf Berliner Bezirken – zunächst in den Bereichen Soziales, Jugend und Wohnen mit einem Haushaltsvolumen von vier Milliarden Euro. Langfristig ist geplant, das System auf andere Verwaltungsbereiche zu übertragen.

Autor: Klaus Werle
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