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EU-Osterweiterung: Standort-Untersuchung zeigt deutsche Regionen weit abgeschlagen

Im Standortwettbewerb innerhalb des großen europäischen Binnenmarkts, der ab dem 1. Mai 25 Länder umfassen wird, ist Deutschland weit abgeschlagen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung im Auftrag der Zeitschrift manager magazin, für die mehr als 1200 Regionen einschließlich der neuen Beitrittsländer auf Basis einer Vielzahl von Kriterien analysiert wurden.

Weder für klassische Industrieansiedlungen, noch für einfache Dienstleistungen, oder für High-Tech-Ansiedlungen sind deutsche Regionen attraktive Standorte. In allen Disziplinen belegen selbst die besten deutschen Regionen nur mittlere Tabellenplätze. Auf den Spitzenrängen finden sich die am weitesten entwickelten Beitrittsländer in Osteuropa – Estland, Polen, Ungarn, die Tschechische und die Slowakische Republik –, aber auch Regionen in Alt-EU-Staaten wie Österreich und Irland (siehe Tabellen).

„Wir sind immer noch hochproduktiv“, sagt der Standortberater Henner Lüttich von der Consultingfirma Contor, der die Analyse für manager magazin erstellt hat, „aber das sind viele andere Länder inzwischen auch.“ Die spezifisch deutsche Kombination aus hohen Löhnen, hohen Steuern und kurzen Arbeitszeiten mache Deutschland jedoch extrem unattraktiv. Lüttich: „Wir haben unsere Hausaufgaben nicht gemacht.“

Näheres zu den Kriterien, Ranglisten sowie genaue Zahlen der Standort-Studie finden sich im Internet unter www.manager-magazin.de/link/oststudie/

Autor: Henrik Müller
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