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Euro 500: Konzerne mit hohem Gewinnsprung

Enttäuschendes Abschneiden der deutschen Unternehmen bei Rentabilität und Kursentwicklung

Europas Unternehmen können sich im globalen Wettbewerb gut behaupten. Zu diesem
Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Euro 500“ des manager magazins. Die 500
größten börsennotierten Firmen Europas fuhren im Jahr 2004 Gewinne von
insgesamt 366 Milliarden Euro ein. Damit haben die Konzerne ihre Überschüsse
seit 2002 um mehr als 400 Prozent gesteigert und sogar mehr Profit erzielt als
im Boomjahr 2000 (351 Milliarden). Zudem stieg der Börsenwert der Konzerne von
gut 5500 Milliarden Euro im Jahr 2004 auf rund 6600 Milliarden Euro im
September dieses Jahres. Eher enttäuschend ist das Abschneiden der 49 deutschen
Konzerne in puncto Rentabilität und Kursentwicklung. Nur fünf Unternehmen
schafften es überhaupt unter die ersten 50 der Konzernrangliste, die das
manager magazin in seiner November-Ausgabe (Erscheinungstermin: 21. Oktober
2005) veröffentlicht.

Bestes deutsches Unternehmen ist wie schon in den vergangenen zwei Jahren der
Sportartikelhersteller Puma auf Rang vier. Das deutsche Quintett unter den Top
50 der Euro 500 vervollständigen der Automobilzulieferer Continental (Rang 10),
der Chemiekonzern Kali + Salz (28), das Rüstungsunternehmen Rheinmetall (34)
und der Sportwagenhersteller Porsche (37). Den Gesamtsieg errang das belgische
Mobilfunkunternehmen Mobistar.

Die Euro-500-Analyse, die umfassendste Untersuchung europäischer Unternehmen,
legt offen, welchen Konzernchefs es gelang, mit der richtigen Strategie in
einem Umfeld mit verschärftem Wettbewerb zuzulegen. Erstellt wird die jährliche
Euro-500-Studie von Professor Reinhart Schmidt, Inhaber des Lehrstuhls für
Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre an der Universität Halle-Wittenberg, und
der Beratungsgesellschaft Deloitte. Untersucht wurden die 500 größten
Börsenfirmen Europas, geordnet nach Marktkapitalisierung (Börsenwert) und
Streubesitz (free float). Die mm-Experten nehmen sowohl fundamentale
Firmenkennziffern wie die Eigenkapitalrendite als auch die
Aktienkursentwicklung der Unternehmen unter die Lupe.

Autor: Jonas Hetzer
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