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Euro-Rettungsfonds wird personell aufgestockt

Der Euro-Rettungsfonds EFSF, über den Bundestag und Bundesrat in der kommenden Woche abstimmen sollen, soll weiter ausgebaut werden als bisher bekannt.

Eigene Handelsabteilung geplant

Wie
die Zeitschrift manager magazin in ihrer neuesten Ausgabe (erscheint am 23.
September) berichtet, ist der Fonds dabei, eine eigene Handelsabteilung
einzurichten, um an den Märkten für Staatsanleihen intervenieren zu können.

Dazu soll die Personalstärke deutlich erhöht werden. Bisher arbeiten lediglich
zwölf Personen beim EFSF; eine Aufstockung auf 24 Beschäftigte ist bereits
beschlossen. Um die erweiterten Aufgaben wie Marktinterventionen und
Bankenstützungen erfüllen zu können, wird der Fonds seine Belegschaft darüber
hinaus erheblich aufstocken müssen.

Die zusätzlichen Funktionen des EFSF wurden beim Euro-Krisengipfel im Juli
beschlossen. Sie sind aber nach wie vor in der Berliner Koalition umstritten.
Auch Bundesbank-Präsident Jens Weidmann äußerte sich Anfang dieser Woche
kritisch zur künftigen Rolle des Fonds.

Bislang unterstützt der EFSF lediglich Irland und Portugal mit zusammen 43,7
Milliarden Euro. Nach den Gipfel-Beschlüssen vom Juli soll auch Griechenland
künftig Geld aus dem Fonds erhalten; die genaue Summe steht noch nicht fest, da
bislang offen ist, mit wie viel sich Banken und andere private Investoren an
der beschlossenen Griechenland-Hilfe von insgesamt 109 Milliarden Euro
beteiligen werden.

Sobald die Parlamente der Euro-Staaten zugestimmt haben, soll der EFSF seine
neuen Aufgaben wahrnehmen und mehr Geld bekommen. 440 Milliarden Euro wird er
künftig verleihen können. Der Fonds finanziert sich durch Ausgabe von Anleihen
auf den internationalen Anleihemärkten. Bislang sind 40 Prozent dieser Papiere
von asiatischen Investoren gezeichnet worden, die sie offenbar langfristig
halten wollen. Garantiert werden die Anleihen von den 17 Euro-Mitgliedstaaten.

Autor: Dr. Henrik Müller
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