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Ex-Gruner+Jahr-Chef Schulte-Hillen: „Konsolidierung in der Verlagsbranche hat gerade erst begonnen“

Von den rund 330 Zeitungen in Deutschland werden nach Ansicht des früheren
Verlagschefs von Gruner + Jahr, Gerd Schulte-Hillen, viele nur im Verbund mit
anderen Zeitungen überleben. „Die Konsolidierung in der Verlagsbranche hat
gerade erst begonnen“, meint Schulte-Hillen im Interview, das am 20. Oktober im
neuen manager magazin erscheinen wird.

Auch in der Liberalisierung des Kartellrechts sieht Schulte-Hillen
„mittelfristig noch erhebliche Reserven für die Zeitungen“ durch Kooperationen
beim Druck oder im Vertrieb. „Wichtig ist, dass die redaktionellen Inhalte
eigenerstellt, unabhängig sind, um eine Vielfalt der Meinungen zu garantieren“.

Auf den Zeitschriftenmarkt bezogen kritisiert der langjährige G+J-Manager:
„Gute Zeitschriften sind Kinder der Leidenschaft und lebende Wesen.“ Das
Verlagsgeschäft sei Kunsthandwerk. „Und mein Eindruck ist, dass zu viel aus der
Retorte gemacht wird und zu wenig aus dem Bauch.“

Schulte-Hillen hat im Vorjahr zusammen mit angelsächsischen Investoren die
„Berliner Zeitung“ übernommen. Im mm-Interview versichert er: „Ich bin mit den
Untiefen des deutschen Zeitungsmarkts vertraut und kann den Investoren helfen,
Fehler zu vermeiden.“ Denn: „Natürlich möchte ich, dass sich diese Investition
lohnt.“

Autoren: Arno Balzer, Martin Noé
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