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Fast jeder zweite Aktionär befürwortet Möglichkeit politischer Einflussnahme auf VW

Mehrheit der Anleger setzt für 2009 auf Zinspapiere / manager-magazin-Umfrage unter privaten Aktionären

Die Möglichkeit einer politischen Einflussnahme auf den Volkswagen-Konzern
findet breite Zustimmung unter Deutschlands Privataktionären. Das ist das
Ergebnis einer Umfrage unter Kleinaktionären, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid
exklusiv für manager magazin durchgeführt hat (Erscheinungstermin: 19. Dezember 2008).
Fast die Hälfte – 47 Prozent – der Befragten hält das jüngst von der Bundesregierung auf den
Weg gebrachte neue „VW-Gesetz“, das es dem Land Niedersachsen erlaubt, Mehrheitsbeschlüsse
der Aktionäre zu blockieren, für richtig.

Die Topmanager der deutschen Autokonzerne verloren massiv in der Gunst der
Aktionäre. Zwar bleibt Porsche-Chef Wendelin Wiedeking (56) beliebtester
Unternehmensführer. 68 Prozent der Befragten glauben, dass der Porsche-Lenker
die Zuffenhausener Autobauer auf der Erfolgsspur halten und für höhere
Aktiennotierungen sorgen kann. Allerdings büßte Wiedeking 9 Prozentpunkte
gegenüber der vorangegangenen Befragung im Herbst ein und verbuchte seinen
schwächsten Zustimmungswert seit Herbst 2004. BMW-CEO Norbert Reithofer (52)
verlor ebenfalls 9 Prozentpunkte, Daimler-Lenker Dieter Zetsche (55) musste ein
Minus von 11 Prozentpunkten hinnehmen, und VW-Boss Martin Winterkorn (61)
entzogen gar 12 Prozent der Befragten ihr Vetrauen.

Die Umfrage ergab außerdem, dass lediglich 16 Prozent der Anleger Aktien für
das aussichtsreichste Investment auf Sicht von zwölf Monaten halten. Die
Mehrheit der Aktionäre (58 Prozent) glaubt, dass festverzinsliche Wertpapiere
mehr Ertrag bringen werden als Dividendentitel. 22 Prozent nannten Aktienfonds
als ihre Favoriten.

Besonders negative Auswirkungen auf den deutschen Aktienmarkt befürchten drei
Viertel der Anleger von hohen Energiepreisen. Eine allzu zurückhaltende
Kreditvergabe der Banken und eine lang währende Weltrezession folgen auf den
Plätzen zwei und drei der meistgenannten Börsenrisiken für das Jahr 2009 (66
und 63 Prozent).

Autor: Jonas Hetzer
Telefon: 040/308005-74

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Kommunikation
Ute Miszewski
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E-Mail: Ute_Miszweski@manager-magazin.de

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