DER SPIEGEL

FDP-Chef Westerwelle wirbt für DKV

Gemeinsamer Flyer von FDP und privater Krankenversicherung / Bundestagsabgeordnete als Werbeträger
Hamburg, 26.1.2004 – In einem an alle Parteimitglieder verschickten Faltblatt wirbt die FDP-Spitze offen für die Deutsche Krankenversicherung (DKV). Der Flyer liegt dem Dreikönigsbrief des Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle bei; unter dem Titel „Gestalten Sie jetzt Ihre eigene Gesundheitsreform“ weist er die FDP-Mitglieder auf die Vorzüge einer privaten Krankenversicherung bei dem Kölner Unternehmen hin.

Der Farbprospekt ist mit den Logos von FDP und DKV versehen und in Blau-Gelb gehalten, den Farben der Liberalen. Fotos zeigen liberale Spitzenpolitiker im Bundestag, darunter Rainer Brüderle, Günter Rexrodt und Wolfgang Gerhardt. Westerwelle selbst ist mit einem Zitat zur Gesundheitspolitik vertreten.

Im Broschürentext wird erläutert, warum der Kauf von DKV-Produkten für Liberale ratsam ist: „Jeder muss eine Krankenversicherung haben, aber er soll selbst wählen dürfen. Darin sehen wir von der FDP den Schlüssel zu einem bezahlbaren Gesundheitssystem.“

Weiter heißt es: „Die FDP versteht den Wunsch vieler Menschen, auch in punkto Krankenversicherung ihre Belange eigenverantwortlich zu regeln.“ Die DKV sei die „Nr. 1 unter den Privaten in Europa“. Deren „Tarif EKV stellt hier eine gesunde Lösung dar“, so das Faltblatt von FDP und DKV. Wie es im Postskriptum von Westerwelles Dreikönigsbrief heißt, entstünden dank des Prospekts „der FDP übrigens für diesen Brief keine Kosten“.

FDP-Bundesgeschäftsführer Hans-Jürgen Beerfeltz hält den Flyer für unproblematisch. Die fehlende Distanz zur DKV-Werbebotschaft begründet Beerfeltz damit, dass die gesundheitspolitischen Positionen von DKV und FDP „nahtlos ineinander über“ gehen. „Die sind uns sehr nahe.“

Der vollständige Text ist unter www.spiegel.de abrufbar.

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