DER SPIEGEL

FDP-Politiker fordert Krisengipfel

Kritik der Liberalen an FDP-Chef Westerwelle schwillt an / „Neuer Kurs muss bestimmt werden“

Berlin, 10. Oktober 2003 – Der Berliner FDP-Fraktionsvorsitzende Martin Lindner fordert einen Parteigipfel der Liberalen „möglichst noch in diesem Jahr“. Gegenüber SPIEGEL ONLINE erklärte Lindner: „Dort muss dringend ein neuer Kurs bestimmt werden.“ Man habe im kommenden Jahr eine „Batterie von Wahlen“ zu bestehen. Dabei gehe es nicht um die Person von Guido Westerwelle. „Es geht um eine gemeinsame Verantwortung in der Partei“, so Lindner. Auch die Kritik aus den Landesverbänden sei keine „konzertierte Aktion“ gegen Westerwelle. „Wir sind nicht hart genug“, sagte der Berliner Fraktionschef zu SPIEGEL ONLINE. „Seit der Möllemann-Affäre herrscht in der Partei ein Stück Ängstlichkeit.“

Erst vor kurzem hatte Lindner in einem Positionspapier die „Ängstlichkeit, Klientelpolitik und Oberflächlichkeit“ der FDP kritisiert. Politiker aus anderen Landesverbänden hatten sich daraufhin der Kritik angeschlossen. Der hessische FDP-Fraktionsvorsitzende Jörg Uwe Hahn hatte gefordert, die FDP müsse endlich „in die Puschen kommen“ und zu einem „intelligenten Angriff“ übergehen. Auch der stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, Andreas Pinkwart, hatte das diffuse Bild der FDP kritisiert.

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