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Feri steigt in das Geschäft mit Unternehmensratings ein

Finanzdienstleister macht US-Agenturen bei der Bonitätsbewertung einzelner Unternehmen und Anleihen Konkurrenz / Zulassung als europäische Ratingagentur beantragt

Der Bad Homburger Finanzdienstleister Feri macht den großen Ratingagenturen bei
ihrem Stammgeschäft Konkurrenz. „Wir beantragen derzeit die Zulassung als
europäische Ratingagentur und wollen in Zukunft Kreditratings für einzelne
Unternehmen und Anleihen vergeben“, sagte Tobias Schmidt, Vorstandsmitglied von
Feri EuroRating Services, dem manager magazin (Erscheinungstermin: 24.
September 2010). Feri werde nicht nur deutsche, sondern auch internationale
Unternehmen bewerten. Bislang bot Feri nur Bonitätseinschätzungen für Staaten
und 800 Branchen an.

Durch die Unternehmensratings dringt das mehrheitlich dem Finanzvertrieb MLP
gehörende Analysehaus in das Hauptgeschäft der großen US-Ratingagenturen vor.
Das einst als Vermögensverwalter von der Industriellenfamilie Quandt gegründete
Unternehmen tritt dabei gegen die großen US-Ratingagenturen Moody’s, Standard &
Poor’s und Fitch an. Die Branchengrößen stehen in der Kritik, weil sie vor der
Finanzkrise zweifelhafte Kreditpakete mit sehr guten Ratings bewertet hatten.
Europäische Politiker hatten zuletzt immer wieder die Gründung einer
europäischen Ratingagentur gefordert. Außer Feri hat bereits der französische
Kreditversicherer Coface die Zulassung als europäische Ratingagentur beantragt.

Autor: Mark Böschen
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