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Ferrari: Sportwagenhersteller pocht auf CO2-Sonderstellung

Unternehmenschef Jean Todt erwartet 15 Prozent Umsatzrendite

Ferrari-Chef Jean Todt rechnet mit weniger strikten Umweltregeln für kleine
Autohersteller. Das sagte Todt dem manager magazin (Erscheinungstermin: 24.
August 2007). Ferrari arbeite bezüglich dieses Themas sehr eng mit der
Europäischen Kommission in Brüssel zusammen. Der Sportwagenhersteller gehört zu
85 Prozent dem Fiat-Konzern. Ferrari könne sich nicht darauf verlassen, dass
die EU bei ihren Umweltauflagen CO2-Mittelwerte für Konzerne statt für einzelne
Marken bilde, sagte Todt. Das sei allerdings „eine der Möglichkeiten; für viele
andere kleine Hersteller übrigens auch“.

Die EU schreibt den Autoherstellern vor, den CO2-Ausstoß ihrer Fahrzeuge bis
2012 auf durchschnittlich 130 Gramm pro Kilometer zu senken. „Gibt es neue
Umweltregeln, halten wir diese natürlich ein“, sagte Todt dem manager magazin.
„Aber die Führung auf diesem Feld überlassen wir anderen.“

Todt ist seit 14 Jahren Rennsportchef von Ferrari. Ende 2006 übernahm er auch
den Vorstandsvorsitz. Die Fiat-Tochter erzielte im vergangenen Jahr eine
Umsatzrendite von 12,6 Prozent. „Für dieses Jahr peilen wir 15 Prozent an“,
schraubte Todt die Erwartungen hoch.

Der Ferrari-Chef sagte, er habe vergeblich versucht, Michael Schumacher für das
Management zu gewinnen. „Er wäre ein sehr guter Manager“, sagte Todt. Aber „er
hat sicher keine Lust, 12 oder gar 14 Stunden am Tag im Büro zu sitzen“. Der
siebenfache Formel-1-Weltmeister berate Ferrari bei der Entwicklung der
GT-Autos.

Autor: Michael Freitag
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