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Fraunhofer expandiert stark im Ausland

Der neue Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Reimund Neugebauer, investiert in neue Institute

Die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG), Europas größte Einrichtung für Angewandte Forschung, will ihr Wachstumstempo im Ausland erhöhen. Das hat der designierte Präsident Reimund Neugebauer in der neuen Ausgabe des manager magazins (Erscheinungsdatum: 21. September) angekündigt. "Das Auslandsgeschäft" solle der FhG jährlich "bald zusätzliche 200 Millionen Euro einbringen" – und damit verdoppelt werden. Zum Ankurbeln der Erlöse aus Lizenzen und Forschungsaufträgen will Neugebauer neue Institute in Polen, Frankreich und Russland gründen.

Darüber hinaus möchte der neue Fraunhofer-Präsident die "jungen Eliten in den Instituten stärker fördern" – durch eine eigene Akademie, in der die Nachwuchsführungskräfte Managementqualifikationen und fachübergreifendes Know-how erwerben sollen, etwa in Politik, Medieneinsatz oder Ethik.

Reimund Neugebauer löst am 1. Oktober Hans-Jörg Bullinger ab, der den Posten nach zwei Amtszeiten turnusgemäß abgibt. Die Fraunhofer-Gesellschaft beschäftigt über 20 000 Mitarbeiter in 60 Instituten. Das Jahresbudget beträgt rund 1,8 Milliarden Euro, wobei nur knapp ein Drittel als "Grundförderung" von Bund und Ländern bezahlt wird. Den Rest erwirtschaften die Institute selbst durch Forschungsaufträge. Unter Bullingers Führung war die FhG in den vergangenen zehn Jahren um rund 80 Prozent gewachsen.

Autor: Michael Kröher
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