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Frust über Wirtschaftsverbände

Umfrage bei mehr als 6000 Unternehmen

Die Leistungen von Wirtschaftsverbänden und Kammern lassen nach Einschätzung ihrer Mitglieder erheblich zu wünschen übrig. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Forum GmbH (Mainz), deren Ergebnisse manager magazin in seiner nächsten Ausgabe (Erscheinungstermin: 26. März 2004) veröffentlicht. Auf einer Skala zwischen 0 und 100 (Bestnote) erreichen die Wirtschaftsverbände im Durchschnitt eine globale Mitgliederzufriedenheit von 62 Punkten, die befragten Kammern sogar nur von 41 Punkten.

Selbst bei den Kernkompetenzen der Verbände – Bereitstellung von Informationen, Beratung und Bildungsangeboten – erreichen sie lediglich zwei Drittel der möglichen Punktzahl. Bei den Kammern, in denen die Unternehmen zwangsweise Mitglied sind, liegen die entsprechenden Zufriedenheitswerte bei lediglich der Hälfte; besonders ungünstig bewerten die Mitglieder die Kammerbeiträge.

Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) reagierte auf die Forum-Zahlen gegenüber manager magazin: „Wir nehmen die öffentliche Diskussion ernst.“ Die einzelnen Kammern und der Dachverband DIHK könnten mit der schwachen Zustimmung nicht zufrieden sein, sondern müssten sich um „Legitimation durch Leistung“ bemühen. Die IHK müssten sich auf ihre Kernaufgabe konzentrieren, nämlich die „positive Mitgestaltung der regionalen Standorte“.

Für die repräsentative Erhebung „Mitglieder-Focus Deutschland“ wurden 6414 telefonische Interviews mit Mitgliedern von 39 Verbänden und Kammern geführt. Sieger der Befragung „Mitglieder-Focus Deutschland“ (MFD) ist der Verein Deutscher Ingenieure (VDI), der eine Gesamtzufriedenheit von 72 Punkten erreichte.

Autor: Henrik Müller
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Hamburg, 24. März 2004

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