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GM-Chef Wagoner: Viertes Quartal wird stark

Mit niedrigen Preisen durch die Krise / Opel soll deutlich höher positioniert werden / Fiat Investment refinanziert

Der Chef des weltgrößten Autoherstellers General Motors (GM), Rick Wagoner, erwartet einen Aufwärtstrend auf dem US-Automarkt. „Das vierte Quartal dürfte stark werden“, sagte Wagoner dem Hamburger manager magazin (Erscheinungstermin: 22. August 2003).

Der GM-Chef sieht sein Unternehmen für die Zukunft gerüstet. „Wir haben unsere Kosten in den vergangenen Jahren drastisch reduziert“, sagte er. Heute seien die GM-Fabriken genauso effizient wie die der japanischen Konkurrenten.

Die derzeit laufende Rabattschlacht auf dem US-Automarkt verteidigte Wagoner. „Wir haben festgestellt, dass wir in Krisenzeiten besser mit niedrigen Preisen über die Runden kommen, als wenn wir unser Volumen reduzieren würden“, sagte er. „Immerhin verdienen wir - im Gegensatz zu manchem Konkurrenten - mit dieser Strategie noch Geld“, fügte der GM-Chef an. Die Autohersteller gewähren Kunden in den USA Rabatte von bis zu 4000 Dollar pro Fahrzeug.

Mit Blick auf die deutsche GM-Tochter Opel meinte Wagoner, die Marke müsse wieder zu dem werden, was sie in den 80er Jahren schon einmal war: ein Autobauer mit qualitativ hochwertigen Produkten und ansprechendem Design. „Unser Ziel ist es, Opel in den nächsten vier bis fünf Jahren deutlich höher zu positionieren als heute“, erklärte der Konzernchef und fügte an: „Carl-Peter Forster (der Opel-Chef) und sein Team sind auf dem besten Weg.“ Opel hatte zuletzt wieder zwei Quartale hintereinander schwarze Zahlen geschrieben.

Zur Lage bei der GM-Beteiligung Fiat erklärte Wagoner, dass sich das Investment längst refinanziert habe. „Wir erzielen enorme Einsparungen durch unsere Joint Ventures bei der Motorenfertigung, im Einkauf und bei etlichen anderen Projekten“, sagte Wagoner.

Autor: Frank Scholtys
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