DER SPIEGEL

Grünen-Fraktionschefin Künast kritisiert Fischers Absage für Parteitag

Künast: Nicht lange mit dem Verlust der Frontfigur aufhalten / Sondierungen mit
Union „haben Türen geöffnet“

Berlin, 12. Oktober 2005 – Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Renate Künast,
hat Bundesaußenminister Joschka Fischer dafür kritisiert, dass er nicht zum
Parteitag der Grünen am Samstag in Oldenburg kommen will. „Die hiesige Szene
hätte sich gewünscht, dass er kommt. Aber es ist, wie es ist“, sagte sie im
Interview mit SPIEGEL ONLINE.

Zu Fischers Plänen, sich aus der ersten Reihe zurückzuziehen, erklärte Künast:
„Wenn die Frontfigur, jemand mit der Geschichte, Kraft und Glaubwürdigkeit von
Joschka, abtritt, dann fehlt da natürlich etwas.“ Sie fügte hinzu: „Aber ich
bin da rational: Ich hab nichts davon, mich damit lange aufzuhalten. Jetzt gilt
es, das Neue zu organisieren.“

Über künftige mögliche Koalitionen sagte Künast im Interview mit SPIEGEL
ONLINE: „Dreierkoalitionen sind wahrscheinlicher geworden. Durch die
Sondierungen mit der CDU/CSU haben sich Türen geöffnet, während wir vorher
nicht einmal diskutiert haben, ob wir die Klinke anfassen. Wir schleichen jetzt
aber nicht auf der Suche nach Partnern durch die Republik.“ Für die Grünen
gelte jetzt die Devise:
„Über die Länder gehen und weiter vorausschauend und kreativ sein.“

Der vollständige Text ist unter www.spiegel.de abrufbar.

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