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Güterbahn fährt in rote Zahlen

Deutsche Bahn befürchtet wachsende Verluste im Schienengüterverkehr

Die Deutsche Bahn (DB) fährt mit Transporten auf der Schiene trotz guter
Auftragslage Verluste ein. Die Konzerntochter DB Schenker Rail Deutschland, wie
die heimische Güterbahn der DB heißt, rechnet in diesem Jahr mit einem
Negativergebnis von 14,1 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern. Das berichtet
das manager magazin (Erscheinungstermin: 18. November) unter Berufung auf
interne Papiere der Bahn. Damit hat die Güterbahn des Staatskonzerns sich
offenbar von der Konjunktur abgekoppelt. Im vergangenen Jahr hatte DB Schenker
Rail Deutschland noch ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt. 2011 hingegen fährt
sie in die roten Zahlen, obwohl der Umsatz um voraussichtlich 6,4 Prozent auf
rund 3,5 Milliarden Euro steigen wird.

Der Chef von DB Schenker Rail, Alexander Hedderich, gibt in einem Brief an
seine Führungskräfte vor allem steigenden Kosten für Energie und Trassenmiete
die Schuld an der Misere. „Die Ergebnisschwäche bei DB Schenker Rail
Deutschland droht sich in den kommenden Jahren weiter zu verschärfen“, warnt
der Manager in dem Schreiben. Externe Fachleute sehen die Ursache der Krise
allerdings auch in Versäumnissen des Konzerns. So sei unter dem früheren
Bahn-Chef zu wenig in neue Güterwagen und in die Instandhaltung investiert
worden. DB Schenker Rail kämpfe nun mit einem überalterten Fuhrpark.

Autor: Michael Machatschke
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