manager magazin

Gutachter: Bayern hat keinen Anspruch auf Comroad-Millionen

Professor Helmut Satzger hält das Vorgehen des Freistaats für rechtswidrig

Der Fall Comroad sorgt auch nach der Verurteilung von Ex-CEO Bodo Schnabel für Ärger. Hintergrund ist die Entscheidung des Landgerichts München, eine beschlagnahmte Summe von 20,1 Millionen Euro dem Freistaat Bayern zukommen zu lassen, obwohl es Hunderte von geschädigten Anlegern gibt. Diese Vorgehensweise ist nach Ansicht des renommierten Professors Helmut Satzger von der Universität Augsburg rechtswidrig. Das meldet das Hamburger Wirtschaftsportal manager magazin Online.

Comroad-Gründer Bodo Schnabel war am 21. November vom Landgericht München zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren (Az. 6 KLS 305 Js 34066/02) verurteilt worden. Gleichzeitig erklärten die Richter eine beschlagnahmte Summe von rund 20 Millionen Euro für "verfallen" und begründeten dies mit dem Paragraphen 73 Strafgesetzbuch (StGB).

Nach Ansicht von Helmut Satzger, Professor für Deutsches und Internationales Strafrecht, Wirtschaftstrafrecht, Strafprozessrecht und Europarecht an der Universität Augsburg, war diese Entscheidung rechtswidrig. In einem Gutachten, das im Auftrag der Münchner Kanzlei Rotter erstellt wurde, kommt der Jurist zu dem Schluss, dass der Verfall nicht hätte angeordnet werden dürfen, da es zahlreiche geschädigte Anleger gibt.

Das Gutachten soll dem Landgericht am morgigen Freitag vorgelegt werden. Anwalt Klaus Rotter: "Wir hoffen, dass die zuständigen Richter sich der Argumentation von Herrn Professor Satzger anschließen. Falls nicht, gehen wir notfalls bis nach Karlsruhe zum Bundesverfassungsgericht."

Der komplette Text ist abrufbar unter
http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0%2c2828%2c227877%2c00.html

Ansprechpartner für Rückfragen:
manager magazin Online
Clemens von Frentz
Telefon: 040/38080-221
E-Mail: clemens_von_frentz@manager-magazin.de

manager magazin Online GmbH - ein Unternehmen der SPIEGELnet AG
manager magazin Online ist das expandierende Wirtschaftsportal im Internet und steht für qualitativ hochwertigen Journalismus. Das Online-Angebot präsentiert neben der Print-Marke manager magazin ein eigenständiges Magazinkonzept, das die vertiefenden Möglichkeiten des Mediums Internet voll ausschöpft und eine schnelle und benutzerfreundliche Navigation durch die Topthemen aus Wirtschaft, Börse, Finanzwelt und Unternehmen ermöglicht. Mit News, Hintergrundberichten, Kommentaren und Analysen sowie nutzwertorientierten Services erreicht manager magazin Online die Entscheider in Wirtschaft und Unternehmen. Chefredakteur ist Andreas Nölting. Leistungswerte im November: 6,17 Millionen PageImpressions, 2,2 Millionen Visits.
Die SPIEGELnet AG (Hamburg), in der die SPIEGEL-Gruppe ihre Internet-Aktivitäten bündelt, vereinigt als Holding unter ihrem Dach die SPIEGEL ONLINE GmbH, die manager magazin Online GmbH sowie die Quality Channel GmbH. Die SPIEGELnet AG versteht sich, der Tradition des Mutterhauses folgend, als publizistisches Unternehmen. Journalistische Unabhängigkeit und eine hohe Qualität der redaktionellen Angebote sind dafür unabdingbare Voraussetzung. Vorstand der SPIEGELnet AG ist Fried von Bismarck.

Kommunikation
Ute Miszewski

Telefon: 040/3007-2178
Telefax: 040/3007-2959
E-Mail: ute_miszewski@manager-magazin.de

Weitere Pressemeldungen