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Hamburger Sparkasse schneidet im internen Vergleich schlecht ab

Profitabilität binnen fünf Jahren stark gesunken / Vom Topverdiener zu einem der Schlusslichter unter den deutschen Sparkassen

Die Hamburger Sparkasse (Haspa) ist in den vergangenen fünf Jahren von einem der Topverdiener unter den deutschen Sparkassen zu einem der Schlusslichter abgerutscht. Das berichtet das manager magazin (Erscheinungstermin: 20. Juli).

Eine manager magazin vorliegende sparkasseninterne Aufstellung über die Gewinnkennziffern der Sparkassen belegt, dass das sogenannte "Betriebsergebnis vor Bewertung" der Haspa von Ende 2006 bis Ende 2011 um gut 28 Prozent gesunken ist. Bei den übrigen Sparkassen verbesserte sich die Gewinnkennziffer im gleichen Zeitraum hingegen im Schnitt um knapp 13 Prozent.

Auch in Relation zur Bilanzsumme schnitt das Hamburger Institut in dem internen Vergleich schlecht ab: Lag der Profit der Haspa im Jahr 2006 noch bei 1,22 Prozent des gesamten Geschäftsvolumens, waren es im vergangenen Jahr nur noch 0,76 Prozent. Noch weniger profitabel arbeiteten 2011 nur die Sparkassen im strukturschwachen Saarland.

Die Haspa führt für das schlechte Abschneiden verschiedene Gründe an. So habe das Institut eine Reihe von Investitionen getätigt, unter anderem in neue Filialen. Darüber hinaus habe die Haspa in den vergangenen fünf Jahren 500 neue Mitarbeiter eingestellt und die regionale Wirtschaft auch während der Finanzkrise nach Kräften mit Krediten unterstützt.

Autor: Ulric Papendick
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