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Hansenet fürchtet Kahlschlag nach Übernahme durch O2

Integrationsvorschläge deuten auf drastischen Personalabbau hin

Nach dem Verkauf an den Konkurrenten O2 stellt sich das Hamburger
Telekommunikationsunternehmen Hansenet auf drastische Personalkürzungen ein.
Mehr als zwei Drittel der Stellen in der Hansestadt könnten demnach wegfallen.
Derzeit bemühen sich die Berater Roland Berger, Booz & Co. sowie McKinsey um
den Zuschlag, bei der Fusion der beiden Unternehmen für O2 beratend tätig zu
sein, berichtet das manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe
(Erscheinungstermin: 20. November).

Brisant liest sich dabei ein Integrationsvorschlag aus dem Hause Roland Berger.
Hamburg würde demnach zu einer Art Stadtnetzbetreiber degradiert. Denn
Finanzwesen, Marketing oder Vertrieb würden 2011 schon von München aus
betrieben. Die Callcenter mit 1500 Beschäftigten dürften ohnehin nach dem
Verkauf veräußert werden. In Hamburg geht man davon aus, dass unter diesen
Voraussetzungen 2011 nur noch 400 der insgesamt 1300 Arbeitsplätze in der
Zentrale übrig bleiben dürften. „Die genaue Planung zur Hansenet-Integration
erfolgt erst. Wir haben diesbezüglich kein Vertragsverhältnis zu Roland
Berger“, sagte dazu ein O2-Sprecher.

O2, eine Tochter des spanischen Unternehmens Telefónica, hat angekündigt,
Hansenet für 900 Millionen Euro von dessen Mutter Telecom Italia zu erwerben.
Der endgültige Abschluss der Transaktion wird Anfang 2010 erwartet.

Autorin: Astrid Maier
Telefon: 0 40/30 80 05-97

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